Rapperin Cardi B ist ein Star, auch in den Sozialen Medien. Aber nicht nur Cardi B ist auf Instagram eine große Nummer - auch ihre zwei Jahre alte Tochter hat ihren eigenen Instagram-Account. Aber warum?

Alleine auf Instagram folgen Cardi B fast 76 Millionen Menschen. Die können einen kleinen Einblick in Cardi Bs Leben gewinnen: Hochglanzfotos von Shootings, Fotos von Videodrehs, Kekse mit Ketchup drauf, ab und zu Werbung, Familienfotos. Was man so auf Instagram zeigt.

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Und jetzt hat auch die Tochter von Cardi B - Kulture ist zwei Jahre alt - ihren eigenen Instagram-Account. Nach 24 Stunden folgten ihr dort 700.000 Userinnen und User. Der blaue Haken, der den Account als "echt" verifizert, ist auch schon da.

Die ersten paar geposteten Fotos sind eine Mischung aus lustigen Alltagsvideos und Modebildern. Alles mit Bildbeschreibungen versehen wie wir es aus Fotoalben kennen, die Oma und Oma für uns angelegt haben: "Ich liebe es, wenn Mami mich anzieht." Oder: "Ich muss auf Insta aufpassen, dass Mami nichts Peinliches postet."

Werbung auf dem Insta-Account

Es gibt auch schon Outfit-Posts, auf denen man sieht, dass die Tochter von Cardi B und ihrem Partner Offset jetzt schon einen teureren Kleiderschrank hat, als die meisten von uns. Viel Bling-Bling-Schmuck, Taschen von Luxusmarken wie Hermès oder Louis Vuitton.

"Auf jeden Fall kümmert sich Cardi B mit dem Account schon frühzeitig darum, dass keiner ihre Tochter vermarktet, außer sie selbst beziehungsweise die Familie."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Auf die Idee, dass man mit seinen Kindern auch Geld verdienen kann - auch damit Fremde das nicht machen - sind schon andere prominente Eltern gekommen, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke van de Weyer: "Indem es jetzt schon einen offiziellen Instagram-Account für dieses Kind gibt, wird im Prinzip auch sichergestellt, dass sich niemand anderes am Fame dieser Familie bereichern kann

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Die Tochter von Tennis Star Serena Williams und Unternehmer Alexis Ohanian hatte zum Beispiel keine zwei Wochen nach ihrer Geburt schon einen Instagram-Account. Da gibt es auch Werbung, etwa für die Klamottenmarke von Serena Williams oder für einen Windel-Hersteller.

Auf den Accounts der Kindern von Schwimm-Star Michael Phelps gibt es viele Familienfotos und Aufnahmen aus dem Alltag - und auch Werbung für Zahncreme. "Mit Accounts von Promi-Kindern lässt sich richtig Kohle machen", hält Anke fest.

"Dass man sich bewusst ist, was mit den Fotos passieren kann, ist natürlich super wichtig."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Ganz unproblematisch sind die von den Eltern geführten Kinder-Accounts aber nicht. Abgesehen davon, dass es Kulture in ein paar Jahren unangenehm sein könnte, Brei-verschmiert im Internet zu sein.

Das Landeskriminalamt Niedersachen warnt: Wenn die Fotos mehr oder weniger frei zugänglich sind, könnten sie von pädophilen Personen gespeichert und dann auf entsprechenden Plattformen landen. Das ist keine theoretische Gefahr, sondern schon vielfach passiert.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fotos auf den Eltern-Accounts geteilt werden oder auf den Kinder-Accounts, sagt Anke: "Dass man sich bewusst ist, was mit den Fotos passieren kann, ist super wichtig."