Dieter Genreith war 60, als er in Thailand die 32-jährige Tukta kennengelernt und geheiratet hat. Seine Tochter Carolin ist genauso alt wie seine neue Frau und fragt ihren Vater damals in Einhundertausgabe #120: "Papa, bist du wirklich so einsam?" Bei der Hochzeit in Thailand ist sie dabei und lernt: Liebe kann vieles sein und das zwischen Dieter und Tukta ist Liebe. Vier Jahre nach der Hochzeit erzählt sie, wie es mit Dieter und Tukta seitdem weitergegangen ist.

Dieter und Tukta sind nach der Hochzeit nach Deutschland gezogen in die Eifel auf Dieters Selbstversorger-Bauernhof, wo Carolin aufgewachsen ist. Ursprünglich wollte Tukta, dass Dieter für sie ein Haus in ihrem Heimatdorf baut und eigentlich wollten die beiden ihre Zeit auch zwischen Thailand und der Nordeifel gerecht aufteilen. Doch daraus ist nichts geworden - vorerst.

Tukta und Dieter sind gut füreinander

Tukta versteht mittlerweile ziemlich gut Deutsch und arbeitet in der Küche in einem Restaurant für Motorradfahrer. Da verdient sie ihr eigenes Geld. Und Dieter unterstützt von seiner Rente Tuktas Familie in Thailand und zahlt das Schulgeld für ihren Sohn. Carolin selbst hat das Gefühl, dass Dieter und Tukta gut füreinander sind, auch wenn die beiden manchmal ein bisschen zu viel schweigen würden.

"Noch vor ein paar Jahren lebte mein Vater auf seinem Selbstversorger-Bauernhof, stand kurz vor der Rente, hatte Tiere im Stall, aber das Haus war leer. Mein Vater war wirklich viel alleine und wurde immer komischer. Tukta hält ihn ziemlich auf Trab, kann sehr stur sein und treibt meinen Vater so in den Wahnsinn."
Caro Genreith über Tukta und Dieter

Zwischen Thailand und Deutschland

Dass Tukta und Dieter nicht mehr Zeit in Thailand verbringen, liegt daran, dass Dieter an seinem Hof hängt und vor allem an den Tieren, die dort leben: Hühner und vor allem seinen Bienen. "Die kann er nicht einfach mitnehmen. Die europäische Biene würde in Thailand nicht überleben. Ich finde das sehr metaphorisch", sagt Carolin.

Anfang 2020 will Tukta wieder nach Thailand fahren und zwar von ihrem selbstverdienten Geld aus dem Biker-Restaurant. Das wichtigste für Tukta: Endlich ihren Sohn wiedersehen, mit dem sie sonst nur via Whatsapp spricht.

Die ganze Geschichte von Tukta und Dieter könnt ihr in Einhundertausgabe #200 nachhören.