Das Umweltministerium hat ein neues Angebot namens "KlimaTeller" vorgestellt. Die Webseite soll vor allem für Restaurantbesucher transparenter machen, was die Gerichte auf der Speisekarte für eine Klimabilanz haben. 

Deutschlandfunk-Nova-Reporter Johannes Döbbelt hat auf der Webseite "KlimaTeller" ein paar Rezepte gecheckt. Die Idee hinter der Seite: Man gibt ein Gericht ein und die Webseite rechnet aus, wie groß der CO2-Fußabdruck dieses Essens ist. Der Nutzer kann die einzelnen Zutaten angeben und die Menge, also wie viel davon ungefähr in das Essen reinkommt. Details wie, ob die Tomaten in meiner Tomatensauce bio sind oder nicht, können ebenfalls noch hinzugefügt werden. Das hat ja ebenfalls einen Einfluss auf die CO2-Bilanz.

Wann die Pizza ökologisch ist

Man kann sich als Hobby-Koch dort anmelden und mal ausprobieren, was im Mittagessen denn so drinsteckt. Aber in erster Linie ist die Seite ein Angebot für die Betreiber von Restaurants, von Mensen oder Kantinen. 

Wenn eine Pizzeria etwa für ihre Pizza Vegetariana den CO2-Fußabdruck ausrechnet und dann am Ende rauskommt, dass diese Pizza mindestens 50 Prozent weniger CO2 in die Luft bläst als ein durchschnittliches Gericht, dann darf diese Pizzeria neben der Pizza Vegetariana ein besonderes KlimaTeller-Label dafür auf die Speisekarte drucken. Doreen Havenstein vom Verein Nahhaft e.V. hat diese KlimaTeller-Webseite mitentwickelt und bestätigt, dass Restaurants mit diesem Label werben können.

"Die können das klimafreundliche Gericht dann als 'KlimaTeller' auszeichnen und den Gästen so eine Entscheidungshilfe bieten."

Bislang machen erst zwei Kantinen in Deutschland bei der Aktion mit. Die Seite ist aber auch erst gerade an den Start gegangen. Laut den Machern  mit aktuell 200 Interessenten, die das noch ausprobieren wollen. Für die Berechnung nutzt diese Klimateller-Webseite eine Datenbank. In der sind rund 76.000 verschiedene Gerichte samt deren CO2-Bilanz gespeichert. Und anhand dieser Daten haben die Macher CO2-Bilanz eines durchschnittlichen Gerichts berechnet.

Veggi- gegen Fleischlasagne

Reporter Johannes Döbbelt hat mal zwei verschiedene Lasagne-Rezepte miteinander verglichen. Die klassische Lasagne Bolognese, mit Rinderhackfleisch, Parmesan-Käse und Béchamelsauce, hat aufgrund des Rindfleischs und der Milch-Produkte schlecht abgeschnitten. Das Kilo Rindfleisch verursacht nämlich etwa so viel Treibhausgas-Emissionen, wie wenn man 250 Kilometer mit einem Kleinwagen über die Autobahn fährt.

Die Macher von "KilmaTeller" schlagen selber dann ein besseres Rezept vor: eine Lasagne ohne Fleisch, dafür mit Spinat, Linsen, Nüssen und Birnen-Stücken. Die kommt pro Portion nur auf 257 Gramm CO2. Zum Vergleich: Die Fleischlasagne kommt auf zwei Kilo CO2 pro Portion. Diese Spinat-Linsen-Lasagne würde mit diesem Wert sofort das KlimaTeller-Label bekommen, die Fleisch-Lasagne allerdings nicht.

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