Donald Trump und seine Frau haben sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich jetzt in Quarantäne. Spannend wird sein, was das für den US-Wahlkampf bedeutet. Trumps Kontrahent Joe Biden wünscht ihm eine rasche Genesung.

Sowohl bei US-Präsident Donald Trump als auch seiner Frau Melania wurde eine Corona-Infektion nachgewiesen. Das teilte Trump auf Twitter mit.

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Beide hatten sich kurz zuvor nach eigenen Angaben in häusliche Quarantäne begeben, nachdem bei Trumps enger Beraterin Hope Hicks eine Infektion festgestellt wurde. Die frühere Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses hatte den Präsidenten noch am Dienstag in seinem Flugzeug begleitet, als er zur Fernsehdebatte mit dem demokratischen Kandidaten Joe Biden reiste. Ein Arzt des Weißen Hauses teilte unterdessen mit, Trump werde seine Pflichten ohne Beeinträchtigungen erfüllen.

Wie sich die Infektion auf den Wahlkampf auswirkt, ist bisher noch schwer einzuschätzen, meint die ARD-Korrespondentin in den USA, Katrin Brand. Trump hat öffentliche Auftritte in Florida und Wisconsin – zwei heiß umkämpfte Swing States – abgesagt und arbeitet vom Weißen Haus aus. Sein Hausarzt sagte, es gehe ihm gut. Wie dieses "gut" zu bewerten sei, sei allerdings offen, so Katrin Brand.

Joe Biden und Kamala Harris wünschen rasche Genesung

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Viele Regierungschefinnen und Regierungschefs, wie Angela Merkel und Vladimir Putin, haben ihre Genesungswünsche mitgeteilt. Auch Joe Biden und Kamala Harris haben dem US-Präsidenten über Twitter eine rasche Genesung gewünscht. Ihre Reaktion kam etwas verzögert. Der Wahlkampf von Biden und Harris ist darauf ausgelegt, dass sie sich als sehr verantwortungsvoll in der Pandemie darstellen und beispielsweise Maske tragen.

"Ich stelle es mir schwierig vor, daraus jetzt eine Strategie zu entwickeln."
Katrin Brand, ARD-Korrespondentin in Washington

Dass ausgerechnet Donald Trump sich mit dem Coronavirus infiziert hat, sorgt in den USA für große Häme. In den Sozialen Netzwerken gibt es außerdem die Vermutung, dass der US-Präsident gar nicht infiziert sei. Laut der ARD-Korrespondentin ist dieser Verdacht allerdings unbegründet. Es bringe weder Trump selbst noch sonst jemandem etwas, diese Nachricht zu faken.

"Sich die Infektion auszudenken, nützt Trump nichts."
Katrin Brand, ARD-Korrespondentin in Washington

Die USA sind weltweit das Land mit der höchsten Zahl an Corona-Fällen. Bisher wurden rund 7,28 Millionen Infektionen nachgewiesen. Fast 208.000 Menschen starben an oder mit dem Virus.