Couchsurfing ist so besonders nicht mehr. In China aber ist es aufregender als woanders: Der Staat überwacht. Und viele Chinesen sind auf Gäste eigentlich gar nicht eingestellt.

Der Journalist und Autor Stephan Orth war schon auf Couchsurfing-Reisen in Russland und Iran. Seine letzte Tour führte ihn nach China, und auch hier hat er sich bei Privatleuten zu Hause einquartiert, die ihm ein Bett oder eine Couch angeboten haben.

In China sind die Menschen etwas schwerer zugänglich, sagt Stephan. Auch ist es schwieriger als in anderen Ländern, überhaupt Schlafplätze zu finden.

"Die Chinesen leben bei ihren Eltern, bis sie heiraten. Studenten wohnen mit zwölf anderen zusammen in einem Schlafsaal. Gäste zu empfangen passt für viele einfach nicht in ihren Alltag."
Stephan Orth, Autor

Im Gespräch mit Deutschlandfunk-Nova-Moderatorin Rahel Klein erzählt Stephan von seiner Reise durch China und seinen Erlebnissen in einem Land, das sich immer noch im Aufbruch befindet, in Umerziehungslagern Uiguren zu guten Chinesen umpolt und das von totaler Überwachung nicht weit entfernt ist, obwohl viele Menschen das gar nicht so empfinden.

Er erzählt von großer Gastfreundschaft und warum es für ihn unmöglich war, das ihm angebotene Hundefleisch nicht zu essen.

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