Männer sind risikobereiter. Toll! Oft sind sie aber nicht einfach nur mutig, sondern gehen Gefahren ein, die für sie tödlich enden. Ein ziemlich idiotisches Verhalten.

Für diese tollkühnen Männer, die ihre Dummheit mit dem Leben oder Unfruchtbarkeit bezahlt haben, gibt es seit 1994 einen Preis: den Darwin-Award. Benannt nach dem britischen Naturforscher Charles Darwin, der die natürliche Auslese entdeckt hat. Warum ist gerade Darwin der Namensgeber für den Preis? Die Macher des Darwin-Awards sehen in der eigenen Auslöschung durch Dummheit einen Vorteil für die Art: Dieses Erbgut wird nicht weiterverbreitet. Daher wird der Darwin-Award posthum verliehen.

Wissenschaftlich bewiesen: Männer sind Idioten

Wissenschaftler haben nun die Liste der Preisträger ausgewertet. In den letzten 20 Jahren ging der Preis 282 mal an Männer und nur 36 mal an Frauen. Absolut signifikante Zahlen, finden die Forscher. Damit sei die Theorie "der männlichen Idioten belegt": Weil Männer idiotischer seien, hätten sie eine erhöhte Risikobereitschaft.

Männliche und weibliche Darwin Award-Gewinner. Linie H0 zeigt erwarteten Prozentsätze unter der Nullhypothese, die Männer und Frauen sind gleichermaßen idiotischen.
Männliche und weibliche Darwin Award-Gewinner. Linie H0 zeigt die zu erwartenden Prozentsätze unter der Nullhypothese, die Männer und Frauen sind gleichermaßen idiotischen.

Ein paar besonders idiotische Darwin-Award-Preisträger haben es in den Film "The Darwin Award Movie" geschafft. Wie der Rechtsanwalt, der beweisen wollte, dass seine Fenster bruchsicher sind. Der Mann warf sich mit voller Wucht gegen die Scheibe. Die gab nach und so stürzte er sich aus dem 24. Stock eines Hochhauses.

Ganz ernst scheint es den Forscher wohl mit der Studie nicht zu sein. Sie geben zu bedenken, dass vielleicht die idiotischen Unfälle der Männer eher berichtet werden, weil sie spektakulärer sind als die der Frauen. Möglicherweise handeln Männer auch deshalb idiotischer, weil sie häufiger und unmäßiger Alkohol konsumieren. In Blogs wird darüber spekuliert, dass sich die Wissenschaftler mit der Studie darüber lustig machen, dass es immer wieder absurde Studien zu Geschlechterunterschieden gibt.

Den Preis haben Biologiestudenten der Stanford University in Kalifornien ins Leben gerufen. Sie sammelten skurrile Fälle und präsentierten sie auf der Website der Uni. Die Auswahl trafen sie nach bestimmten Kriterien wie das Ereignis muss nachweislich stattgefunden haben, der Preisträger muss sein Ausscheiden selbst verursacht haben und es muss eine außergewöhnlich dumme Fehleinschätzung vorgelegen haben.

"The Thing Ring"

Wie bei dem diesjährigen Preisträger unter dem Titel "The Thing Ring", der einen Titanring um sein Gemächt legte. Infolge der Stauung schwollen Glied und Hoden derart an, dass er den Ring nicht mehr entfernen konnte. Nach Tagen überwand er seine Scham und lieferte sich in ein Londoner Krankenhaus ein. Die Ärzte waren nicht in der Lage, den Ring zu entfernen. Schließlich riefen die Ärzte die Feuerwehr. Doch auch die mussten ergebnislos ihre Schneidewerkzeuge wieder einpacken. Letztlich half nur noch die Totalkastration, um das Leben des Mannes zu retten.

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