In mehreren ostdeutschen Städten gab es zuletzt immer wieder Proteste gegen die hohen Energiepreise, teils auch gegen Russland-Sanktionen. Im Erzgebirge, in der Kleinstadt Annaberg, organisierten Unternehmer eine Demonstration. Unser Korrespondent Alexander Moritz war dabei.

Am Montagabend (27.09.) gingen Menschen in Magdeburg, in Sachsen-Anhalt auf die Straße. Ebenso in 20 verschiedenen Städten in Mecklenburg-Vorpommern. Bei den sogenannten Montagsdemonstrationen protestierten erneut Tausende gegen die aktuelle Energie- und Russlandpolitik, aber auch gegen Corona-Maßnahmen.

Steigende Preise sorgen für Ängste

Am Dienstagabend gab es in Annaberg, in Sachsen eine Demonstration, zu der mehrere tausend Menschen zusammen kamen. Annaberg ist eine Kleinstadt im Erzgebirge. "Es ging um die gestiegenen Energiepreise", sagt unser Korrespondent Alexander Moritz, der vor Ort bei der Demo war. "Die Menschen wissen einfach nicht mehr, wie sie die Preise bezahlen sollen."

"Die Leute sind getrieben von der Angst, dass da auch eine regionale Wirtschaft zusammenbricht, Wohlstand verloren geht."
Alexander Moritz, Dlf-Korrespondent für Sachsen

Gefordert wurde, dass die Bundesregierung die Energiepreise senken soll. Dafür sollen alle Stromkraftwerke wieder ans Netz gehen – ebne die Atomkraft- und Braunkohlekraftwerke.

Reichlich Politikverdrossenheit

Die Demo war organisiert von Unternehmern aus der Region. Es sollte explizit keine Parteiveranstaltung sein, so Alexander Moritz. "Unideologisch war da das Stichwort. Fahnen und Flaggen waren nicht erwünscht." So wollten sich die Organisatoren von rechtsextremen Parteien abgrenzen, wie zum Beispiel von den Freien Sachsen.

Warum Alexander Moritz eine baldige Entlastung durch die Bundesregierung für absolut notwendig hält, hört ihr, wenn ihr den Playbutton drückt.

  • Moderatorin:  Diane Hielscher
  • Gesprächspartner:  Alexander Moritz, Dlf-Korrespondentin für Sachsen