Witch it, Monkey Swag oder Vocabicar – kennt noch keiner. Das sind aber die Spitzenspiele aus Deutschland, die gerade beim Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet wurden. 

Mit gleich drei Preisen war das Spiel Witch It der große Abräumer des Abends: bestes internationales Multiplayer-Spiel, bestes Jugendspiel und bestes deutsches Spiel. 

"Das ist echt mal eine Überraschung, weil so ein richtiger Blockbuster, so ein Kracher-Titel, ist es eigentlich nicht."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk Nova
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Es geht in dem Spiel um Hexen, die sich in einer hübschen Harry-Potter-artigen Welt verstecken und dann von anderen Spielern gejagt und unter anderem mit Kartoffeln beworfen werden. Keine Story, bei der man denkt, dass sie gleich drei Preise abräumt.

Entwickelt wurde es von den Barell Roll Studios. Das sind vier Leute aus Hamburg und sie haben ihre kleine Firma erst im vorigen Jahr gegründet. Witch it ist ihr Erstlingswerk. 

"Für uns war das schon Wahnsinn, dafür überhaupt nominiert worden zu sein. Wir haben jetzt gewonnen, und die Leute fragen sich wahrscheinlich: Was sind das für Vögel?"
Tina Heitmann, Barrel Roll Studios

Die drei Preise sind insgesamt dotiert mit 185.000 Euro und 100.000 Euro an Medialeistungen. Damit können die vier Entwickler aus Hamburg in nächster Zeit ganz gut weiterarbeiten. Und das ist auch das Ziel beim Deutschen Computerspielpreis, der auf Bundesebene zurzeit das wichtigste und einzige Förderinstrument für die Spieleentwicklung ist. 

Insgesamt gab es in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 560.000 Euro. Das war eine Rekordsumme. Das Geld kommt vom Bund und vom Branchenverband Game. Das klingt erst mal nach viel Geld. Aber internationale Spitzenspiele kosten locker viele Millionen Dollar.

"40.000 Euro sind da eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein internationales Top-Spiel lässt sich davon nicht entwickeln und genau an solchen Spielen fehlt es in Deutschland."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk Nova

Es gab zwei Nachwuchs-Kategorien, die ganz gezielt an Studenten-Teams vergeben wurden: Das Spiel Ernas Unheil ist ein Augmented-Reality-Projekt von Berliner Studenten, da kannst du mit deinem Handy über ein Buch scannen und dort dann Rätsel lösen. Das ist ein spannendes Experiment. 

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Die andere Nachwuchskategorie gewann Vocabicar, ein Sprachlernspiel für Kinder. Mit dem Preisgeld können die Entwickler jetzt mehr Sprachen ins Spiel einbauen. 

Auch die Außenseiter-Abräumer von Witch It wollen ihren Preis für die weitere Entwicklung nutzen. Die sind nämlich noch im Early-Access-Status. Das heißt: Das Spiel funktioniert zwar, aber so ganz fertig ist es auch noch nicht.

Den Publikumspreis hat übrigens das Rollenspiel Elex bekommen, der ist allerdings undotiert.

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