Sie haben zu viel auf den Rippen: Übergewicht kann auch die Gesundheit von Haustieren schädigen. Um sie vor Krankheiten zu schützen, solltet ihr über eine Diät für eure Katze oder euren Hund nachdenken.

Mit dem Übergewicht kommen die Krankheiten: Nicht nur sind die Gelenke stärker belastet, Übergewicht kann auch für Bluthochdruck oder Diabetes sorgen. Das ist bei uns Menschen so und bei Tieren ebenfalls: Wir sollten das Gewicht unserer Haustiere also im Blick behalten.

Die Faustregel: Streicht ihr eurem Hund oder eurer Katze zum Beispiel seitlich über den Brustkorb und ihr fühlt die Rippen nicht mehr, zeigt das: Euer Haustier wiegt zu viel. In so einem Fall könne dem Tier eine Diät helfen, Gewicht zu verlieren, erklärt Tierexperte Mario Ludwig.

Das bedeutet: Entweder euer Haustier bewegt sich mehr oder ihr reduziert die Futtermenge. Hierbei konsequent zu sein, sei als Tierbesitzer aber nicht immer einfach, sagt Mario Ludwig. Den berühmten Hundeblick oder ständiges Miauen könnten wir als Zeichen interpretieren, unser Haustier würde verhungern. Statt weniger Futter bereitzustellen, kann Diätfutter eine Alternative sein.

Weniger Gewicht durch Diätfutter

Tierische Diätfutter habe viele Vorteile, erklärt der Tierexperte. Denn: Es ist energie- und fettreduziert, versorgt euer Haustier gleichzeitig mit wertvollen Proteinen für den Muskelerhalt und -aufbau und stillt den Hunger mittels vieler Ballaststoffe für eine lange Zeit.

Anders als bei uns Menschen, müsst ihr durch die Zugabe von Diätfutter keinen Jo-Jo-Effekt bei eurer Katze oder eurem Hund befürchten: Die Inhaltsstoffe sorgen für Ausgewogenheit. Die Zutatenliste erinnert Mario Ludwig daher auch an die Speisekarte eines Sternerestaurants, was sich auch im Preis widerspiegelt.

"Die Inhaltsangabe der Diätdöschen beziehungsweise Diättütchen liest sich oft, wie die Speisekarte eines Sternerestaurants."
Mario Ludwig, Biologe

Gerade Katzen können bekanntlich wählerisch sein: Oft ist Diätfutter für sie keine Option. Der Tierexperte berichtet aus seiner eigenen Erfahrung: Seine Katze Pünktchen wollte das Diätfutter nicht fressen. 28 verschiedene Diätfertigprodukte habe Mario Ludwig ihr vorgelegt, keines sagte Pünktchen zu. Sie wählte stattdessen offenbar den Hungerstreik.

Tierische Diäten können Haustieren beim Gewichtsverlust helfen

Haustieren das Futter zu verweigern oder sie auf eine Fastenkur zu setzen, davon rät er allerdings ab. Für Katzen bedeutet es sogar Lebensgefahr. Denn: Der Leberstoffwechsel der Katze kommt durch eine längere Fastenkur aus dem Gleichgewicht. Durch das Fasten wird die Leber mit vielen freigesetzten Gewebefetten überschwemmt. Die Fettreserven werden eigentlich mobilisiert, um den Körper mit Energie zu versorgen. Zu viel Gewebefette kann die Leber der Katze aber nicht verstoffwechseln. Die Folge: Sie arbeitet nicht mehr richtig.

"Zumindest für Katzen ist eine längere Fastenzeit ziemlich gefährlich. Sie kann lebensbedrohlich für sie sein."
Mario Ludwig, Biologe

Die Katze von Mario Ludwig habe übrigens auch ohne eine Diät abgenommen. Wie genau das passiert sei, weiß der Tierexperte allerdings nicht.