Wenn Tanja wütend ist, fühlt sie sich von ihren Gefühlen überrollt. Als schließlich eine Beziehung auch wegen ihrer Wut zerbricht, beschäftigt sie sich mit ihren Emotionen – und findet einen Umgang damit.

"In mir drinnen hat sich das sehr intensiv angefühlt. So, als würde sich ein Feuerball ausbreiten."
Tanja über das Gefühl der Wut

Tanja erinnert sich noch genau, wann sie zuletzt richtig wütend war. Vor zwei Wochen sei sie "so richtig in die Höhe gegangen", weil es zu Hause unordentlich war, erzählt sie. In ihrer Kindheit und Jugend habe Tanja diese Wutausbrüche als eine Belastung empfunden. Denn sie wusste nicht, wie sie mit diesen Emotionen umgehen sollte.

Erst als vor rund fünf Jahren eine Beziehung auch wegen ihrer Wut endet, setzt sich Tanja wirklich mit ihren Gefühlen auseinander. Sie macht eine Ausbildung zur Mentaltrainerin und beschäftigt sich mit Persönlichkeitsentwicklung und Selbstreflexion. Inzwischen sagt sie: "Es gibt keine negativen Emotionen. Jede Emotion ist dazu da, um uns irgendwas zu sagen, um uns auf irgendwas aufmerksam zu machen."

Das macht Tanja, wenn sie wütend wird

1. Die Emotion wahrnehmen:
Wenn Tanja merkt, dass sie wütend wird, konzentriert sie sich darauf, dieses Gefühl bewusst wahrzunehmen. "Dadurch schaffe ich Distanz zwischen dem Fühlen der Emotion und dem objektiven Wahrnehmen", erklärt sie.

2. Die Emotion lokalisieren:
In einem nächsten Schritt versucht Tanja zu spüren, wo die Emotion in ihrem Körper sitzt. Wut im Brustbereich fühle sich für sie anders an, als eine, die im Bauchbereich ist. "Das ist ein Stechen, eine Art Feuerball. Es ist dann so, dass mein Herz extrem laut ist. Wie ein Muskelzucken", erklärt sie.

Tanja rät deshalb dazu "einfach mal wahrzunehmen, was gerade da ist und wie sich diese Emotionen äußert."

3. Die Intention dahinter verstehen:
In einem letzten Schritt stellt Tanja sich die Frage, was sich tatsächlich hinter ihrer Wut verbirgt. "Was brauch ich gerade wirklich? Was möchte die Wut mir gerade sagen? Was ist die dahinterliegende Intention?", erklärt sie. Wenn Tanja den Gefühlen hinter ihrer Wut folgt, dann erledigt sich diese intensive Emotion ganz von selbst, sagt sie.

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