Computergestützte Choreographien, computergenerierte Musik und Literatur: Sind Computer heute auch Künstler? Wissenschaftler diskutieren an der Akademie der Wissenschaften Hamburg.

Klar, wenn der digitale Wandel alles erfasst, dann ist auch die Kunst von ihm betroffen. Technisch können Computer per Algorithmus heute eine Menge: schreiben, komponieren, choreographieren.

"Wagner hatte noch keinen Computer. Aber der Computer ist in der Musikgeschichte ein altes Medium."
Tobias Lanz, Musikwissenschaftler an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Aber: Sind sie deshalb auch kreativ? Und wie verändert der Computer im künstlerischen Prozess den Künstler aus Fleisch und Blut, aber auch das Publikum?

"Wir sollten diese Trennung zwischen Analog und Computer gar nicht mehr so oft vornehmen. Digitalität beeinflusst all unsere Lebenswelten."
Kristoffer Gansing, Leiter der transmediale

Über die "Kunst in der digitalen Gesellschaft: Computer - ein kultureller Mehrwert" haben am 20. November 2014 auf Einladung der Akademie der Wissenschaften Hamburg Vertreter unterschiedlicher Disziplinen diskutiert:

  • Kristoffer Gansing, der als Kurator des Medienkulturfestivals transmediale Kunst und Digitales zusammendenkt,
  • Tobias Janz, Professor für Historische Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • Gabriele Klein, Professorin für die Soziologie der Bewegung an der Universität Hamburg und
  • Christoph Meister, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg
  • Jan Ehlert von Norddeutschen Rundfunk moderiert die Runde
"Gehen wir eigentlich überhaupt schon radikal genug mit den Möglichkeiten der digitalen Technologie um? Da würde ich sagen im Hinblick auf die kreative Nutzung - Nein, absolut nicht!"
Christoph Meister, Literaturwissenschaftler an der Universität Hamburg