Selbst gebackenes Brot sollte am besten in einem Brotkasten aufbewahrt werden. Das hält die Backware frisch. Für seinen Brotkasten hat sich Moritz Metz Zirbenholz ausgesucht – das soll frühem Verschimmeln entgegenwirken.

Viele Menschen nutzen ihre Zeit zu Hause, um zu backen: Bananenbrot, Sauerteigbrot oder Hefebrot – die Feeds der Social-Media-Kanäle sind voll mit Bildern davon.

Netzbastler Moritz Metz hat in der März-Ausgabe des Netzbastelns ebenfalls gezeigt, wie ihr Sauerteigbrot selbst backen könnt.

Seine Küche gleicht derzeit einer Backstube. Für das fachgerechte Aufbewahren seiner Broterzeugnisse hat sich Moritz mittlerweile einen Brotkasten gebaut. Da selbst gebackenes Brot keine Konservierungsstoffe enthält, altert es schneller – es wird altbacken. In einem Brotkasten bleibt es besser frisch.

Aufbewahrung im Kühlschrank oder in der Plastiktüte ist ein No-Go

Im Kühlschrank oder in Plastiktüten sollten wir unser Brot keinesfalls aufbewahren, erklärt der Netzbastler. Der Grund: die Retrogradation. Gerade die niedrigen Temperaturen des Kühlschranks lassen die Retrogradation etwa dreimal so schnell verlaufen. Für das Brot bedeutet das: Durch die Kälte verliert es wesentlich schneller an Feuchtigkeit und Aroma. Aufbewahrt in einer Plastiktüte schimmelt Brot wiederum schneller, weil die Feuchtigkeit, die das Brot ausdunstet, nicht entweichen kann.

Viele Expertinnen und Experten empfehlen daher zu unglasierten Keramikbehältern für die Brotaufbewahrung – oder eben dickwandigen Holzkästen. Und einen solchen baut Moritz Metz.

Zirbenholz im Baumarkt
© Moritz Metz
Beim Holzhändler besorgt Moritz sägeraues Zirbenholz.

Für seinen Brotkasten hat der Netzbastler Zirbenholz ausgewählt. Die "Königin der Alpen" gehört zur Familie der Kiefern, wächst nur oberhalb von 1500 Metern und gilt als äußerst robust gegen Schädlinge und Krankheiten. Das verdankt die Zirbe auch ihrem hohen Anteil an ätherischen Ölen, insbesondere Pinosylvin. Der intensive Duft der Zirbe gilt sogar als beruhigend.

Zirbenholz in der Verarbeitung
© Moritz Metz
Auf der Tischkreissäge wird dieses besäumt, dann abgerichtet und gehobelt.

Das unbesäumte Holz hat Moritz bei einem Holzhändler gekauft. "Unbesäumt", weil noch die Rinde am Holzstück dran ist. Die unbesäumte Blockware ist 20 Zentimeter breit, drei Zentimeter dick und vier Meter lang.

Zirbenholz wird geklebt
© Moritz Metz
Die entstandenen Bretter verleimt Moritz. Danach puzzelt und sägt er daraus die Einzelteile des Brotkastens.

Anschließend geht es an das Verleimen der Bretter, um aus ihnen Vollholz zu machen. Für seinen Brotkasten hat Moritz aufs Dübeln verzichtet und stattdessen klassischen Weißleim dünn auf die Seiten aufgetragen. Mit festen Schraubzwingen hat er die Bretter für mindestens 20 Minuten aneinandergepresst.

Zirbenholz
© Moritz Metz
Verleimte Stellen sind übrigens robuster als das eigentliche Holz, wie dieser Bruchtest zeigt.
Zirbenholz wird zu einem Brotkasten zusammen gebaut
© Moritz Metz
Jetzt noch alles schleifen, mit Flachdübeln verbinden und wieder verleimen.
Der Brotkasten von Moritz Metz
© Moritz Metz
Fertig ist der Brotkasten!