Wir machen vieles selbst - schrauben Fahrräder zusammen, zimmern Palettenmöbel. Aber warum nicht auch den eigenen Sarg? Zumindest wäre es ein recht individuelles Ende.

Sargbauseminare gibt es von Tischlern, Vereinen und auch Hospizen - inklusive Probeliegen. Im Netz finden sich Videos zum DIY-Sarg und Anleitungen für den Sargbau, beispielsweise aus Kiefernholz.

Alexander Helbach vom Verein "Aeternitas - Verbraucherinitiative Bestattungskultur" kann der Idee etwas abgewinnen. Es sei durchaus zu unterstützen, wenn sich Menschen mit dem Thema Tod und Bestattung auseinandersetzen, meint er.

"Man setzt sich mit dem Thema 'Vergänglichkeit' und 'Sterblichkeit' auseinander."
Alexander Helbach von Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur

Jeder darf seinen Sarg grundsätzlich selbst bauen, sagt Alexander Helbach. Einige Dinge muss man dabei aber beachten: Zum Beispiel muss ein Sarg "verottbar" sein - darum ist er meistens aus Holz. Ein Sarg darf nicht auslaufen und muss eine bestimmte Größe haben - "aber das alles kann man in Erfahrung bringen", meint er.

Zu Beachten ist beispielsweise, dass - sofern der Sarg verbrannt wird - Metallgriffe abgeschraubt werden können. Nicht alle Farben und Lacke sind erlaubt. Das jeweilige Friedhofsrecht kann weitere Einschränkungen machen.

"Es ist ein gutes Gefühl, dass man weiß, worin man später bestattet wird."
Alexander Helbach von Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur

Es sei doch schön zu wissen, dass man nach dem Tod nicht in einer "Standardware" beigesetzt wird, sondern Einfluss auf die Gestaltung nehmen kann - ob für einen selbst oder für Freunde oder Verwandte, meint Alexander Helbach.

Rapper MC Fitti oder Schriftstellerin Ronja von Rönne haben im Rahmen einer Instagram-Kampagne des Bundesverbands Deutscher Bestatter vor nicht allzu langer Zeit jedenfalls schon ihren eigenen Sarg gestaltet - ziemlich bunt und fröhlich.