Manche Konflikte versetzen uns auch nach Jahren noch einen Stich ins Herz. Verzeihen kann uns helfen, den Schmerz zu überwinden. Manchmal ist es auch gut, den Schmerz einfach mal zuzulassen. In der Ab 21 sprechen wir über das richtige Verzeihen.

Wenn uns ein anderer Mensch verletzt, egal ob es sich dabei um eine Enttäuschungen in einer Freundschaft oder um eine Affäre in einer Liebesbeziehung handelt, dann reagieren viele von uns mit ähnlichen Verhaltensweisen darauf. Wir gehen der anderen Person aus dem Weg, oder wir wünschen uns eine Wiedergutmachung, in schlimmen Fällen sogar eine Art Vergeltung.

So können Beziehungen zerbrechen oder aus einer einstigen Freundschaft eine Feindschaft werden. Wenn wir unsere Beziehungen nach einem schmerzhaften Ereignis aufrecht erhalten wollen, dann sollten wir dem anderen Menschen verzeihen, so die gängige Meinung.

"Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht und jemandem sehr weh getan. Ich bin so untröstlich und wünschte, ich könnte es irgendwie glaubhaft machen."
Nachricht der Ab21-Hörerin Maria

Hörerin Maria hat uns auf WhatsApp geschrieben, weil sie einen Fehler gemacht hat, wie sie sagt. Während die Beziehung mit ihrem Partner abkühlte und sie sich gefühlsmäßig immer weiter von ihm entfernte, suchte sie Trost über emotionale Textnachrichten mit einem anderen Menschen. Wie Maria ihren Partner um Verzeihung bittet, das erfahrt ihr im Podcast.

Verzeihen: Herz gegen Gehirn

Alles, was wir nicht verziehen haben, ist auch etwas, das unser Gehirn nicht verstanden hat, erklärt der Coach Martin Weiss. Wenn wir Verletzungen nicht verzeihen würden, dann würde unser Gehirn aufgrund dessen dazu neigen, uns diese Situationen immer wieder vorzulegen. Letztlich könne das dazu führen, dass wir über Jahre oder gar Jahrzehnte verbittert sind. Verzeihen bringt uns hingegen Frieden und eine innere Ruhe, sagt er.

"Verzeihen ist grundsätzlich ein total egoistischer Akt."
Martin Weiss, Coach

Verzeihen werde überbewertet, weil wir uns damit einen wichtigen Zustand verwehren, sagt hingegen die Schriftstellerin Mirna Funk. Sie findet, dass es wichtig sei, die unguten Gefühle nach einer Enttäuschung auszuhalten. Denn erst dann würden wir uns Fragen stellen, wie: "Wer bin ich?" oder: "Will ich diese Person sein?" Und diese Fragen sind es, die uns zu uns selbst bringen und uns dabei helfen, uns weiterzuentwickeln, so ihre These.

"Das gehört auch zu unserem Leben. Wir sind ja nicht nur gut und nur schön."
Mirna über den Umgang mit negativen Gefühlen

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