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Stefania Fracassi lebt in Brescia, in Norditalien. Sie ist erneut im Lockdown und zwar mit harten Maßnahmen. Dass die Pandemie in ihrer Region bald vorbei ist, damit rechnet sie nicht.

Stefania Fracassi ist 26 Jahre alt. Sie studiert unter anderem Deutsch und lebt in Brescia, in Norditalien. Die Region gehört zurzeit zur sogenannten roten Zone – zur Covid-19-Gefahrenzone.

Die Infektionslage spitzt sich in Italien wieder zu. Die Regierung reagiert erneut mit drastischen Corona-Schutzmaßnahmen. Die gelten nicht allein für Stefanias Wohnort, sondern für große Teile des Landes.

Rote Zone: harter Lockdown

Der erneute und dritte Lockdown in Italien gilt seit dem 15. März. Unter anderem für die vier größten Städte des Landes: Rom, Mailand, Neapel und Turin. Damit sind insgesamt mehr als 40 Millionen Italienerinnen und Italiener von den Maßnahmen betroffen: Das heißt zwei von drei Menschen in Italien leben in einer "roten Zone".

Dazu gehört auch Stefania Fracassi. Als sie im ersten Lockdown war, Anfang 2020, haben wir auch mit ihr gesprochen. Jetzt sitzt sie wieder zu Hause fest: Sie darf nur für ganz wichtige Dinge und auch nur kurz das Haus verlassen. Unter anderem um zur Arbeit zu gehen, zum Arzt oder zum Einkaufen.

"Wir sind in der roten Zone. Wir dürfen fast nichts machen."
Stefania Fracassi, Studentin aus Norditalien

Die meisten Italiener und Italienerinnen halten sich an die Regeln. Aber es gibt Ausnahmen, so Stefania Fracassi. Im Fernsehen sehen sie manchmal, wie sich in Mailand Menschen ansammeln und die Regeln nicht respektieren. "Und das ist schlecht für alle", sagt die Studentin.

Sie war selbst an Covid erkrankt. Jetzt geht es ihr wieder besser. Aber die 14-tägige Quarantäne war hart. Sie blieb in dieser Zeit in ihrem Zimmer und hat es nur verlassen, um ins Badezimmer zu gehen.

"Ich habe 14 Tage lang eine Quarantäne gemacht. Ich musste in meinem Zimmer bleiben. Das war wirklich schwer."
Stefania Fracassi, Studentin aus Norditalien

Stefania Fracassi hat Zweifel, dass die Corona-Pandemie in Italien bald überstanden ist. "Ich glaube, die Situation wird noch viele Monate so bleiben.

In ihrer Familie ist noch niemand geimpft. Auch in Italien bekommen zunächst die Älteren eine Impfung, dazu zählen ihre Eltern nicht. Sie sind um die 50 Jahre alt. Und Stefania selbst wird noch länger warten müssen.