You have 500 new messages! Welche E-Mails am ehesten gelesen werden, haben US-Forscher untersucht. Nicht nur der Zeitpunkt zählt, sondern auch etwas Menschenkenntnis.

16 Milliarden E-Mails - das klingt nach einem ziemlichen Albtraum. Genauso viele Nachrichten unterschiedlicher Probanden aber haben Forscher aus den USA ausgewertet, um zu erklären, wie wir beim E-Mail-Verkehr ticken. Das Team von der Uni Southern California hat zusammen mit Yahoo zum Beispiel herausgefunden, was die Chancen steigen lässt, eine schnelle Antwort zu bekommen.

E-Mail-Overload ab 100

Allgemein gilt: An einem Wochentag schreiben, unbedingt morgens und ohne Anhang. Beim Rest kommt es vor allem auf das Gegenüber an: Antworten die Jungen eher schneller und dafür kürzer, dauert es bei Ü-50-Jährigen im Schnitt 47 Minuten, bis eine Antwort eintrudelt. Diese ist dafür aber auch länger. Eine schnellere Reaktion bekommt man außerdem, wenn von unterwegs gemailt wird.

Microsoft Outlook: Symbol "Neue E-Mail-Nachricht"
© dpa
Baby, think twice: Vorm E-Mail schreiben am besten überlegen: Welcher Tag ist heute? Uhrzeit? Wie alt ist das Gegenüber und mailt der andere von unterwegs?

Grundsätzlich ist die E-Mail-Antwort-Rate aber eher ernüchternd. Schon im Normalfall werden nur 25 Prozent beantwortet, bei mehr 100 E-Mails im Posteingang sind es nur noch 5 Prozent. Hier steigt der Frust. Während junge Leute sich noch mit der Machete im Harakiri-Stil durchs E-Mail-Dickicht durchschlagen, tritt bei den älteren Usern schnell der Overload ein: Je mehr Nachrichten sie bekommen, desto weniger werden beantwortet.

Aufgeben, wenn nichts kommt

Darüber hinaus haben sich die Forscher noch den Austausch im längeren E-Mail-Verkehr angeschaut. Nach etwa zehn Nachrichten gleichen wir uns an: Wir schreiben in derselben Frequenz und Länge. Erst danach dröselt sich das Ganze wieder auf. Vermutlich auch, weil einem von beidem eher die Lust vergeht. Das merkt man übrigens, wenn nach langem Warten nur noch eine kurze Nachricht kommt.