Der e-Sport, also das professionelle Spielen an Konsole und PC, hat mittlerweile Millionen Fans auf der ganzen Welt. Darum blicken wir zum Start der Gamescom auf diese Branche.

Die besten e-Sportprofis verdienen mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr, die Fans tragen ihre Trikots und fiebern am Bildschirm oder in den Wettkampfhallen mit. Mittlerweile entdecken auch klassische Industrieunternehmen und Sportmagazine den e-Sport für sich.

Besonders gut laufen beim e-Sports nicht die Sportspiele, sondern Egoshooter, wie zum Beispiel Counterstrike oder League of Legends. Bei Turnieren treten die Spieler gegeneinander an, für die Gewinner winken Preisgelder, die sich sehen lassen können. Bei der esl-one in Köln geht es etwa um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Das Siegerteam - bestehend aus fünf Männern - hat dabei unlängst 500.000 Dollar abgesahnt.

"Man kann davon ausgehen, dass Spitzensportler 300.000 bis 500.000 Dollar im Jahr verdienen."
Martin Schütz, Reporter auf der Gamescom

Im e-Sport steckt viel Geld - nicht allein in den Preisgeldern. Denn inzwischen gibt es Sponsoren und Teams, die Spieler gezielt anwerben. Es liegt nahe, dass viele Computerhersteller und Entwicklerfirmen als Sponsoren Geld geben, allerdings haben inzwischen auch branchenferne Unternehmen dieses Feld für sich entdeckt - vom Brausehersteller bis zur Versicherung.

Sponsoren interessiert die junge Zielgruppe

Das Besondere: Das e-Sport-Publikum ist sehr jung, eine Zielgruppe, die auf anderen Kanälen nur schwer erreicht wird. Außerdem steckt dahinter natürlich der Wunsch, dass Väter in Zukunft nicht mehr mit ihren Kindern zum Fußballspiel gehen, sondern zusammen mit ihnen ein e-Sport-Match anschauen.

"Alles in allem ist das schon als Sport einzuschätzen."
Martin Schütz, Reporter auf der Gamescom

Martin Schütz hat selber einen Rennsimulator ausprobiert und spürt es noch Stunden später in den Armen. Wissenschaftler sagen außerdem, dass keine andere Sportart, die Hand-Auge-Koordination so sehr fördert wie der e-Sport. Auch ist Konzentration gefragt und das Stresslevel wird verglichen mit dem von Rennfahrern.