Mit Konsolen und ohne den FC Bayern: Die eBundesliga geht in Deutschland in die erste Runde. 22 Teams dürfen mitspielen – für Umsatz sorgen die Fans.

Die neue Liga heißt: VBL Club Championship. 13 Teams aus der ersten und neun aus der zweiten Bundesliga treten dort mit dem Spiel FIFA 19 gegeneinander an. Gespielt wird auf Xbox und Playstation.

Vereine wie der RB Leipzig oder Werder Bremen haben sich schon seit Jahren ein eigenes Profi-eSportsteam aufgebaut und sind mit den besten Spielern der Weltrangliste die absoluten Favoriten. In der neuen Liga treffen sie auf Außenseiter – zum Beispiel den FC Sandhausen. Andere bekannte Bundesligavereine spielen hingegen nicht mit. Prominentestes Beispiel ist der FC Bayern. Uli Hoeneß, Präsident des Clubs, ist für seine völlige Ablehnung von eSport bekannt.

"Es ist eine ziemlich wilde Mischung, weil Bundesligisten wie Schalke 04, der VFL Wolfsburg schon seit Jahren Profi-eSportteams haben. Die treten jetzt gegen Außenseiter an – wie zum Beispiel aus Sandhausen."
Martin Schütz, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

In der VBL treten alle Mannschaften einmal gegeneinander an, eine Rückrunde soll es nicht geben. Nachdem alle Teams einmal aufeinander getroffen sind, wird nach dem Play-Off-System gespielt – wie beim Eishockey. Zum Finale wird es dann im März 2019 kommen. Das Ergebnis: der erste deutsche eMeister.

Mit der eBundesliga zu mehr realen Fans

Vereine wie der 1. FC Köln sehen in dem neuen Wettbewerb auch eine Geschäftsoption. Die vergleichsweise junge Zielgruppe der eSportler zwischen 15 und 25 Jahren ist für die Fußballvereine über klassisches, analoges Marketing kaum zu erreichen. 

"Die jungen Leute stellen sich heute ihr Programm über Streaming-Plattformen selbst zusammen. Wir hoffen über den eSport den ein oder anderen vielleicht ins Stadion zu bringen."
Alexander Wehrle, 1. FC Köln, Geschäftsführer

Zu möglichen Ticketverkäufen käme noch das Geschäft mit Merchandising-Artikeln hinzu. Bei Trikots und Schals könnten auch die neuen Fans für Umsatz sorgen.

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