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Ab sofort wird auf LED-Lampen nicht mehr das Energieeffizienzlabel "A+++" zu finden sein. Die Benotungsskala wird neu justiert – und damit Platz geschaffen für effizientere Lampen.

Das Energieeffizienzlabel, das wir unter den Buchstaben "D", "B" oder "A++"kennen, hat laut Umweltbundesamt einen großen Einfluss auf unsere Kaufentscheidung. Vor einigen Monaten wurde es reformiert, denn die Skala war nicht mehr erweiterbar. So viele Geräte wurden mit den besten Noten A++ oder sogar A+++ ausgezeichnet, dass kein Platz für noch bessere Geräte gab. Am Ende bekamen sowohl die effizienten als auch die sehr effizienten alle die gleiche Note.

Die Reform hat die Skala neu justiert. Die effizientesten Geräte erhalten nun Noten wie D oder C, sodass wieder Luft nach oben ist. Was im März bei der Neu-Ausrichtung noch fehlte: Die Leuchtmittel, die umgangssprachlich unter Glühbirnen bekannt sind, obwohl in modernen LED-Lampen nichts mehr glüht.

"Umstellen auf sparsame LEDs hat einen Effekt. Wenn du dir mal überlegst, wie viele Glühbirnen gerade zu Beispiel im Winter dauernd leuchten, kann da schon einiges zusammenkommen."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Zum 1. September werden auch diese nach dem neuen Benotungssystem gekennzeichnet. Ab sofort können also die effizientesten Leuchtmittel ein D oder C erhalten – was nicht bedeutet, dass sie mehr Strom brauchen als früher, sondern nur, dass sich die Noten geändert haben. In Zukunft, wenn es noch effizientere Leuchtmittel geben wird, erhalten diese dann wieder die Noten B oder A.

Falls die Technik so weit kommen sollte, könnten Leuchtmittel und auch andere Geräte womöglich wieder irgendwann Noten wie A+++ erhalten, dann müsste die Notenskala wieder angepasst werden. Das wird, wenn es überhaupt nötig sein sollte, aber erst in vielen Jahren der Fall sein.

Alte Energiesparlampen werden verboten

Eine helle Glühbirne mit Glühfaden wurde früher mit einer Leistung von 100 Watt betrieben. Genau so helle LED-Lampen haben nur ungefähr 10 Watt. Und – je nach Qualität – halten sie länger. Wird die Lampe zum Beispiel 1.000 Stunden pro Jahr betrieben, ergibt sich eine Ersparnis von rund 25 Euro pro Jahr für eine einzige LED-Lampe.

Die Neu-Ausrichtung des Notensystems geht auch mit einer Veränderung der Prüfverfahren einher. Der Stromverbrauch soll in Zukunft genauer und alltagsnäher ermittelt werden. Ältere Energiesparlampen werden in der EU nach und nach verboten, etwa Kompakt-Leuchtstofflampen mit Vorschaltgerät oder bestimmte Halogenlampen.