Die meisten kennen ihn als Ernie aus "Stromberg" oder als "Tatortreiniger" Schotty. Bjarne Mädel ist aber kein klassischer Komiker oder Comedian, gehört nicht in irgendeine Schublade. Das hat er auf der Berlinale unter Beweis gestellt, mit dem heftigen Abtreibungsdrama "24 Wochen". Eine Stunde Film, jeden Dienstag ab 20 Uhr.

Bjarne Mädel will nicht auf den lustigen, schwitzenden Dicken reduziert werden. Und wer ihn in "24 Wochen" sieht, wird das auch nicht mehr tun. Da spielt er Markus, den ehrgeizigen Manager seiner Frau Astrid (Julia Jentsch), die eine Kabarettistin ist. Und die ein schwerst behindertes Kind von ihm erwartet, was das Paar vor die schwerste aller elterlichen Entscheidungen stellt.

​"Es heißt immer, die Rollen würden mir auf den Leib geschneidert. Ich möchte das gar nicht und mein Leib möchte das auch nicht."
Bjarne Mädel über seine Rollen

"Spotlight" ist ein Film über die Gruppe von US-Journalisten, die Anfang der 2000er Jahre den Missbrauchsskandal in der amerikanischen, katholischen Kirche aufgedeckt hat. Nach dieser wahren Geschichte mit vielen Stars besetzt und extrem spannend erzählt, wird das Journalismus-Drama eine wichtige Rolle bei der diesjährigen Oscarverleihung spielen. Anna Wollner hat Regisseur Thomas McCarthy und Darsteller Mark Ruffalo getroffen.

Mehr deutsche Serien? Tom Tykwer wagt sich an das Mammut-Prjekt "Babylon Berlin", dreht ab April die ersten zwei Staffeln á jeweils 8 Folgen für Sky und ARD. Mit knapp 40 Millionen Euro ist es die teuerste, deutsche Serie aller Zeiten und soll Top-Serien aus den USA in nichts nachstehen. Erzählt wird die Geschichte des Kölner Kommissars Gereon Rath (Volker Bruch), der im Berlin der 1920er Jahre ermitteln muss, nach Vorlage der Gereon-Rath-Bestseller von Volker Kutscher. Wir haben mit dem Regisseur, Tom Tykwer gesprochen.

Michael Moore ist wieder da

"Where To Invade Next" ist die nächste und bisher unterhaltsamste Enthüllungsdoku von Michael Moore. Dieses Mal ist der "Bowling For Columbine"-Macher um die Erde gereist, um aus anderen Ländern gesellschaftliche Normen mit nach Amerika zu nehmen: Urlaubs- oder Krankentagegeld, ein angenehmes Arbeitsklima oder Top-Schulbildung. Für Moore eher ungewöhnlich: Er pickt sich Klischees aus den Ländern heraus, ohne sich die Probleme anzugucken, die diese Nationen durchaus auch haben. Nach dem Motto: Überall Schlafarrenland - nur in Amerika nicht. Unterhaltsam ist die Doku dennoch.