Weibliche Superhelden sind in den vergangenen Jahren alle gescheitert, sagt unser Filmemann Tom Westerholt. Macht es der aktuelle Heldinnen-Film "Wonder Woman" besser?

Auf diesen Superhelden haben Millionen Fans gewartet. Weil er kein "er" ist, sondern eine "sie": Wonder Woman. Endlich eine Frau als titelgebende Superheldin in einer Haupt- und nicht nur Nebenrolle, auch gedreht von einer Frau. Es lastet ein Haufen Hoffnung und Verantwortung auf Hauptdarstellerin Gal Gadot und Macherin Patty Jenkins.

Black Widow (Scarlet Johansson), Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) oder auch Harley Quinn (Margot Robbie): weibliche Superhelden hat es in den Comic-Verfilmungen der vergangenen Jahre immer gegeben, nur nie in einer Hauptrolle.

Letzte Hauptrolle war Catwoman

Die letzte, die es versucht hat, war Halle Berry als "Catwoman" (2004) - "ein Film der so grottig war, dass man heute lieber gar nicht mehr drüber spricht", sagt Deutschlandfunk-Nova-Filmmann Tom Westerholt.

Also gucken wir uns genau an, wie die doppelte Frauenpower 2017 funktioniert: Gal Gadot als Hauptdarstellerin Wonder Woman und Patty Jenkins ("Monster") als Macherin hinter der Kamera.

Außerdem…

…neu als Kinofilm draußen, nur nicht im Kino: Brad Pitts gnadenlose, sarkastisch-ironische Abrechnung mit den US-Streitkräften, die in fremde Länder einfallen. "War Machine" zeigt Pitt als miesmuffeligen, überambitionierten General, der als letzter Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan noch mal so richtig aufräumen will, bevor die Truppen abgezogen werden.

Nicht im Kino, sondern auf der Streaming-Plattform Netflix erschienen, erzählt der Film die Geschichte aus der Perspektive eines Journalisten, der den scheidenden General auf seiner letzten, völlig fehl eingeschätzten Harakiri-Mission begleitet.