Ein Eis, das im Sommer nicht schmilzt - klingt genial. Japanische Forscher haben es entwickelt, aber auf den deutschen Markt kommt es wohl nicht so bald.

Seit der Atomkatastrophe von Fukushima ist die Erdbeerernte oft nicht besonders gut, und viele Früchte schaffen es nicht in den Verkauf.

Ein Konditor aus dem Nordosten von Japan wurde von einer Firma beauftragt, mit den ungenießbaren Erdbeeren zu experimentieren.

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Aus den Früchten hat er Polyphenole extrahiert. Sie sind für die Farbe, die Textur und den Geschmack der Früchte verantwortlich. Dann hat er die Polyphenole mit Sahne gemischt. Heraus kam eine feste, puddingartige Masse.

Das fand ein anderer Wissenschaftler bemerkenswert und forschte weiter. Am Ende hat er ein Eis entwickelt, das nicht schmilzt.

Wieso schmilzt das Eis nicht?

Speiseeis besteht aus Wasser, Zucker, Luft und Fett - aus der Milch, die ins Eis kommt. Die Japaner sagen: Wenn man in die Eismasse vor dem Einfrieren die Erdbeer-Polyphenole mischt, dann legt sich das Fett um das Wasser und um die Luft. 

Und Hitze schafft es dann wegen dieser Fettschicht nicht, die Blasen zu zerstören, das heißt, das Eis bleibt in Form und tropft nicht. Inzwischen kann man das Eis auch in einem japanischen Eisgeschäft kaufen. 

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In Deutschland wird bei Eis für Kinder bereits eine Methode verwendet, die das Eis langsamer schmelzen lässt: Die Eiweiße im Eis werden physikalisch so verändert, dass das Eis gelartiger wird. 

"Ein Speiseeisforscher hat mir gesagt, wenn das Eis wirklich so gelartig gemacht wird, dass es nicht mehr schmilzt, beziehungsweise tropft, dann schmeckt das auch eher gummimäßig.
Ann-Kathrin Horn über ihr Gespräch mit einem Speiseeisforscher

Allerdings schmeckt Speiseeis, dessen Konsistenz verändert wird, auch anders. Unsere Eisvorlieben orientieren sich nämlich an italienischer Eiscreme: Sie sollte fluffig sein und schön auf der Zunge schmelzen. Damit kann die veränderte Eiscreme dann nicht mehr mithalten.