Lange Zeit war Elif auf der Suche nach einem Platz, dem sie sich zugehörig fühlen kann - aber auch ein Stück weit nach sich selbst. Mit ihrem Album "Doppelleben" hat sie die Beziehung zu ihren Eltern aufgearbeitet und es gleichzeitig geschafft, ihnen näher zu kommen. 

Seit ihrem letzten Album "Unter meiner Haut" sind vier Jahre vergangen. Sie hat in den letzten Jahren viel Zeit im Studio verbracht. Jetzt meldet sich Elif mit ihrem neuen Album "Doppelleben" zurück. Sie freut sich, wieder auf der Bühne zu stehen und "präsent sein zu können". 

"Als ich das Album 'Doppelleben' abgegeben habe, fiel mir ein Stein vom Herzen und ich habe zwei Tage durchgeweint - vor Freude und weil ich das endlich loslassen konnte."
Elif, Musikerin

Auf ihrer neuen Platte "Doppelleben" verarbeitet sie die schmerzhafte Trennung von ihrem Partner, setzt sich mit der Beziehung zu ihren Eltern auseinander und befasst sich mit ihrer eigenen inneren Zerrissenheit. 

Wie die Fotos aus einem Fotoalbum oder die Seiten eines Tagebuchs hält sie mit ihren Songs Momente aus ihrem Leben fest. Sie wollte Songs produzieren, die auf eine Weise miteinander verbunden sind, sodass sie gemeinsam ein Album formen. 

"Als 'Doppelleben' zu Ende geschrieben war, wusste ich, dass muss ich jetzt meinen Eltern zeigen. Als ich dann mit denen im Wohgnzimmer saß und ihnen das zweimal vorgespielt habe, mussten wir dann auch alle weinen."
Elif, Musikerin

Viele der Songs hat sie erst mal zur Seite gelegt, nachdem sie sie geschrieben hatte, um sie sich dann zu einem späteren Zeitpunkt erst wieder anzusehen. Es war ihr wichtig, dass die Lieder zeitlos sind. Auch wenn der Prozess des Schreibens an manchen Momenten schmerzhaft war, wenn sie die Songs jetzt auf einer Bühne singt, haben die Lieder für Elif inzwischen eher etwas Positives und Motivierendes.

"Ich habe einfach gelernt, dass manche Dinge nicht perfekt sein müssen. Wenn ich etwas Menschliches schaffen möchte, kann es nicht perfekt sein, denn nur Roboter sind perfekt.
Elif, Musikerin

In ihrem Interview mit Sebastian Sonntag spricht Elif auch über ihre Heimatgefühle zu Deutschland und den momentanen politischen Konflikten in der Türkei, unter denen vor allem die Künstler vor Ort leiden müssen. 

Außerdem schaut sie mit ihre Zeit bei der Castingshow "Popstars" zurück: Für Elif war es eine anstrengende Zeit, weil sie damals - mit 16 Jahren - sehr jung gewesen ist. Die Show hat ihr zwar Bekanntheit gebracht, nochmal würde sie bei solch einem Fernsehformat nicht mitmachen.