Das Haus der Geschichte in Bonn nimmt die Ernährung der Deutschen ins Visier. Was wir so essen - und was das über uns aussagt - darüber haben wir mit Peter Hoffmann vom Haus der Geschichte gesprochen.

"Is(s) was? Essen und Trinken in Deutschland" nennt das Haus der Geschichte in Bonn seine Sonderausstellung. Sie gibt einen Überblick über Esskultur und Ernährungsgewohnheiten der Deutschen. Anhand von 1.200 Exponaten begegnen die Besucher Alltäglichem und Kuriosem rund ums Essen aus den vergangenen sechs Jahrzehnten.

Typisch deutsch?

"Alles ist typisch deutsch, weil sich die Essgewohnheiten - und auch die Möglichkeiten, Lebensmittel zu bekommen - sehr geändert haben und vielfältiger sind als früher."
Peter Hoffmann, Haus der Geschichte

Die Küche in Deutschland wurde mit der Zeit immer internationaler. Diese Entwicklung begann bereits in den Nachkriegsjahren - das belegt zum Beispiel das Gästebuch der ersten deutschen Pizzeria in Würzburg, die bereits 1952 ihre ersten Gäste begrüßte.

Die Ausstellung, die bis zum 12. Oktober zu sehen ist, zeigt, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen in Ernährungstrends widerspiegeln.

"Am Umgang mit Essen und Trinken lässt sich die gesellschaftliche Realität ablesen."
Hans Walter Hütter, Leiter des Hauses der Geschichte