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Viele Ernährungsmythen halten sich hartnäckig. In dieser Ab21-Folge erklären eine Ernährungscoachin und ein Molekularbiologe, welche Annahmen völliger Quatsch sind und wie wir herausfinden, welches Essen uns wirklich guttut.

Erythrit statt Zucker, Dinkel- statt Weizenmehl oder Linsen- statt Kartoffelchips: Viele von uns essen nicht nur, um satt zu werden, sondern auch, um gesund zu bleiben. Bei der Suche nach der richtigen Ernährung lassen wir uns schon mal von Ernährungsmythen blenden. Denn einige Lebensmittel sind längst nicht so gut oder schlecht für uns wie ihr Ruf.

Wie wir Essensmythen mit Training überwinden

Außerdem kann eine Ernährungsmethode nie für alle Menschen gleich passend sein. Denn jede und jeder von uns hat einen individuellen Stoffwechsel und seine eigenen Lebensgewohnheiten. Unsere Körper benötigen deshalb auch unterschiedliche Energiequellen – der Bedarf hängt beispielsweise auch davon ab, wie viel wir uns während und nach der Arbeit und in der Freizeit bewegen.

"Wir sollten Experten unserer Ernährung werden. Wir müssen selbstbestimmt entscheiden, was richtig für uns ist."
Ernährungscoachin Bianca Schmidt über die richtige Ernährung

Auch die Ernährung von Bianca war jahrelang von Mythen geprägt. Denn zusätzlich zu einem intensiven Training isst sie jeden Abend 500 Gramm Magerquark. Sie denkt, dass das nötig ist, um den in ihren Augen perfekten muskulösen Körper zu formen. Irgendwann stellt sie fest, dass ihr der Quark überhaupt nicht schmeckt.

Um ihre Ernährung besser zu verstehen, bildet sie sich zur Ernährungscoachin weiter. Inzwischen hilft sie vor allem Frauen dabei, falsche Vorstellungen über Ernährung loszuwerden. Im Podcast erklärt sie, was beeinflusst, wie wir essen und wie wir lernen können, selbstbestimmte Ernährungsentscheidungen zu treffen.

Bianca Schmidt
© Bianca Schmidt
Essensmythen können nur mit langfristigem Training aus unseren Köpfen verschwinden, sagt Bianca Schmidt.

Welche Irrtümer über Körperfett nicht verschwinden

Viele von uns greifen zu fettarmen Lebensmitteln, wenn sie nicht zu- oder gar abnehmen wollen. Dabei ist Fett grundsätzlich nichts Schlechtes, sondern etwas, das unser Körper benötigt, sagt der Biochemiker und Molekularbiologe Alexander Bartelt. "Unser Körperfett gehört zu uns. Es ist sogar gut, wenn wir unsere Körperfettzellen gefüllt haben und nicht ohne Reserve durchs Leben gehen", erklärt er.

Im Podcast verrät er, wie braunes Fett sogar ein paar Kalorien im Jahr zusätzlich verbrennen kann, außerdem räumt der Wissenschaftler mit gängigen Mythen über Körperfett auf.

Wie wir essen und was das mit uns macht:

  • Im Jahr 2020 gaben im Rahmen der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse 35,2 Millionen Menschen in Deutschland an, regelmäßig zu kochen. 13,61 Millionen Menschen sagten dagegen, dass sie nie kochen. Übrigens: Durch die Corona-Pandemie haben sich die Werte im Vergleich zu 2019 beinahe nicht verändert.
  • Deutsche Forschende untersuchten, wie Beziehungsstatus und Gewicht zusammenhängen. Dabei fanden sie heraus, dass Paare, die zusammenziehen, zunehmen. Sie schließen daraus, dass Gewichtszunahme mit einer positiven Veränderung in der Beziehung zusammenhängt und sich deshalb die Essgewohnheiten verändern. Wenn sich Paare trennen und auseinanderziehen, nehmen die Personen wieder ab.
  • Laut der OECD sind deutlich über die Hälfte aller erwachsenen Menschen in Deutschland übergewichtig. Rund jeder vierte Deutsche leidet unter krankhaftem Übergewicht der sogenannten Adipositas.
  • Im OECD-Bericht heißt es zudem, dass viele Menschen an ihrem Übergewicht oder dessen Folgen sterben werden: in den nächsten 30 Jahren mehr als 90 Millionen allein in den Industrie- und Schwellenländern.
  • In Deutschland würden in den kommenden 30 Jahren elf Prozent der Gesundheitsausgaben für Krankheiten verwendet, die mit Übergewicht zusammenhängen, so die Studie.

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Lasst euch helfen!

Wenn ihr an einer Essstörung leidet oder ein lieber Mensch oder Familienmitglied daran erkrankt ist, könnt ihr euch an verschiedene Beratungsstellen wenden. Eine Auswahl: