In Entwicklungs- und Schwellenländern kochen die meisten Menschen in billigen Töpfen aus Aluminium. Eine tödliche Gefahr, die Millionen von ahnungslosen Menschen weltweit betrifft.

Die ärmlichen Verhältnisse in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens zwingen die Menschen dazu, in billigen Alutöpfen zu kochen.

Forscher von der Ashland University in Ohio haben mit Hilfe von 42 Töpfen aus zehn betroffenen Ländern wie Vietnam, Indien, Tansania oder Indonesien untersucht, welche Schadstoffe sich beim Erhitzen aus den Alutöpfen herauslösen.

Jede Mahlzeit enthält einen gefährlichen Schadstoff-Cocktail

Mehr als zehn der untersuchten Töpfe setzten Schadstoffe wie Aluminium, Blei, Kadmium und Arsen in bedenklichen Mengen frei. Diese Stoffe können sich im menschlichen Körper anreichern und bei Kindern die Intelligenz verringern, oder generell Krebs verursachen.

“In vielen Entwicklungsländern werden Töpfe aus recyceltem Aluminium hergestellt, das heißt aus Metall- und Elektroschrott. Da werden Teile von Autos, Computern, Batterien oder sonst was zusammengeschmolzen. Und das Alu, das dabei rauskommt, ist ziemlich unrein und enthält viele andere Metalle.“
Anne Preger, DRadio Wissen

Die Ergebnisse erhielten die Forscher nach einem Standard-Versuchsprotokoll, das den Kochvorgang simuliert, indem kein Essen, sondern Essigwasser mit 4 Prozent Säure zwei Stunden lang mit Deckel gekocht wird. Die Analyse des Essigwassers lieferte dann die veröffentlichten Daten.

Schutz der Gesundheit scheitert an den ärmlichen Verhältnissen

Auch wenn das Testverfahren kritisch beurteilt werden kann und mit den realen Kochbedingungen nicht identisch ist, besteht doch kein Zweifel daran, dass Inhaltsstoffe aus den Alutöpfen ins Essen übergehen.

Die Lösung des Problems könnte laut Forscher eine Schutzschicht aus Xylan sein, mit der das Innere der Töpfe überzogen wird. Doch das würde den Preis erhöhen und Geld kosten, dass die meisten der Betroffenen nicht haben.