Was unterscheidet uns von allen anderen Lebewesen? Nur Menschen können zielgerichtet werfen. Physiker der Uni Yale haben sich damit beschäftigt und die beste Wurftechnik berechnet.

Die Forscher haben zum Beispiel herausgefunden, dass Dartpfeile am ehesten ins Schwarze treffen, wenn sie von oben geworfen werden, in einem Winkel zwischen 17 bis 37 Grad und dabei auf 5,5 Meter pro Sekunde beschleunigt werden.

Das Ganze ist Teil einer großen Studie übers Werfen und verschiedene Wurftechniken. Physiker der Universität Yale haben dafür selber ein Modell für den optimalen Wurf berechnet und sie haben auch Datensätze ausgewertet, bei denen Menschen Papierkugeln in Papierkörbe treffen mussten. Die Ergebnisse haben sie mit ihren eigenen Berechnungen verglichen. 

Die Physiker haben verschiedene Wurftechniken analysiert. Besonders interessant dürften ihre Ergebnisse für Sportler sein: Die höchste Trefferquote haben Würfe, bei denen beispielsweise Papierkugeln ganz langsam von unten nach oben geworfen werden. Werfen wir dagegen von oben und das auch noch schnell, ist die Wurfbahn nahezu gerade. Und wenn der Winkel nicht stimmt, verfehlen wir eher unser Ziel.

Erfolgreicher "Granny Throw"

Die Wissenschaftler haben auch die Basketballspieler der NBA analysiert. Ergebnis: Ihre Würfe würden noch häufiger in den Korb gehen, wenn sie statt von oben von unten werfen würden. Beweis: Rick Barry hat in der Saison 1978/79 fast 95 Prozent seiner Freiwürfe versenkt. Er war bekannt für seinen "Granny Throw" – seinen Omawurf von unten nach oben.

Die Fähigkeit, Wurfbahn, Geschwindigkeit und Ziel des Wurfobjekts genau abzuwägen, hat übrigens nur der Mensch. Ein großer Vorteil - evolutionsbiologisch -  beispielsweise bei der Jagd. Zwar können Affen auch werfen, aber sie sind richtig schlecht darin.