Die Tapfertypen werden in der Antarktis extremen Minustemperaturen ausgesetzt sein. Wie können sie sich dagegen schützen? Tipps von Dr. Johannes.

Alle Körperteile, die weit weg vom Herzen, dünn sind oder hervorstehen wie Nase, Fingerspitzen und die Zehen, frieren besonders schnell, erklärt Dr. Johannes. Daneben gibt es Untersuchungen, die belegen, dass wir über den Kopf sehr viel Wärme verlieren, da der Kopf sehr gut durchblutet ist. Im Umkehrschluss heißt es aber nicht, sagt Dr. Johannes, dass, wenn wir uns nicht warm eingepackt haben, sofort eine Erkältung haben. Zwar haben die Viren leichtes Spiel, wenn wir frieren und unser Körper dadurch geschwächt ist, aber wir werden nicht gleich krank, nur weil wir mal keine Mütze auf hatten.

Wenn wir beispielsweise das Aufwärmen der Füße und Hände als schmerzhaft empfinden, dann handelt es sich schon um eine Erfrierung ersten Grades, erklärt Dr. Johannes. Kälte betäubt beispielsweise die Haut, so dass wir keine Schmerzen mehr empfinden. Wird die Haut weiß oder gelblich, ist das ein Zeichen dafür, dass die Nerven ebenfalls betäubt sind. Schießt dann die Wärme wieder ins Gewebe feuern die Nerven und das schmerzt.

"In der Antarktis ist es so rotzekalt, da ist die Kälte eine richtige Gefahr."
Dr. Johannes

Am besten sei es, die Haut möglichst komplett zu bedecken. Nützliche Bekleidungsstücke sind Sturmhauben, abgeschlossene Brillen oder mehrere Handschuhe übereinander. Kleine Bereiche, die frei bleiben wie Lippen oder Teile des Gesichts, sollten unsere Tapfertypen dann mit einer Fettcreme schützen.

Abhärten in der Kältekammer

Auf die Kälte können sich die Tapfertypen gut mit Kältekammern zum Beispiel vorbereiten, sagt Dr. Johannes. Auch mental sollten sie sich auf die Temperaturen einstellen, sich aber auch nicht überschätzen und auf ihre inneren Signale hören. Wenn der Köper anfange zu frieren, sei das ein erstes Zeichen. Wer sich dann nicht in Sicherheit bringt, läuft Gefahr Erfrierungen und bleibende Schäden davon zu tragen: "Wenn ich dann nicht aufhöre, kann es auch sein, dass ich dann die Schuhe ausziehe und mich lachen die schwarzen Zehen an. Die sind dann einfach abgestorben", erklärt Dr. Johannes.

"Wenn ich in Polarregionen fahre, muss ich mental sagen: "Ich finde Kälte nicht schlimm, sondern finde das cool und freue mich darauf."
Dr. Johannes