Komisch: Bei Facebook haben wir doch so viele Freunde, die werden aber nie alle angezeigt. Die Freunde sind noch da - und posten auch. Sie werden nur rausgefiltert durch den Facebook-Algorithmus. Der lässt sich aber austricksen.

Was wir in unserer Timeline auf Facebook zu sehen bekommen, ist ordentlich gefiltert. Facebook sagt, es werde nach Relevanz entschieden, was angezeigt wird und was nicht. Das heißt, die Leute, deren Posts wir oft liken oder kommentieren, oder mit denen wir uns viele Nachrichten schreiben, werden uns viel angezeigt.

Andere Faktoren sind beispielsweise die Internetverbindung. Wenn die gerade langsam ist, werden uns mit Sicherheit weniger Videos ausgespielt. Oder: Facebook schaut, welches Thema gerade allgemein viel diskutiert wird. Das wird uns dann auch in die Timeline gespült.

"Kritiker sagen: Facebook hält uns in einer Filterblase gefangen, indem uns nur Informationen erreichen, die unserer Meinung entsprechen."
Dennis Horn über die Kritik am Facebook-Algorithmus

Ein bisschen hilft es schon, wenn man oben in der Leiste links bei News Feed auf "Neueste Meldungen" klickt. Aber auch da wird noch viel ausgesiebt. Wirklich alles bekommen wir über die Funktion Interessenlisten angezeigt. Das ist ein bisschen versteckt auf der Startseite in der linken Spalte ganz unten. Eigentlich kann man sich damit spezielle Newsfeeds zusammenstellen; zum Beispiel mit Facebook-Seiten, die sich mit Musik beschäftigen, mit Nutzern, die schöne Bilder posten, oder mit Freunden aus dem Auslandssemester.

"Man kann aber auch einfach alle Freunde in eine Liste werfen. Mit diesem Trick sieht man wirklich alles, was gepostet wird."
Dennis Horn erklärt, wie man den Facebook-Algorithmus austrickst

Hinweis: Das geht nur am Computer - nicht über Smartphone oder Tablet. Und: Es ist aufwändig. Aber das Ergebnis ist spannend. Dennis Horn sagt, er ist beeindruckt von der schieren Menge an Posts. Er hat wieder Menschen gesehen, von denen er ewig nichts gehört hatte, hat schöne Fotos gesehen, die ihm sonst entgangen wären und Dinge gelesen, die ihm völlig neu waren. Allerdings - und das muss man auch sagen - er hat auch gemerkt, wie viel Müll der Facebook-Algorithmus von einem fern hält.


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