Einfach den Löschbutton betätigen und schon ist das Facebook-Profil Geschichte? Das wäre wirklich zu einfach. Und so gar nicht im Sinne von Facebook. Das Unternehmen macht seinen Nutzern den Abschied möglichst schwer. Auch Amazon hat kein Interesse daran, dass Kunden so mir nichts, dir nichts verschwinden können.

Bitte bleib!

Martin Terber wollte aber trotzdem Schluss machen. Schluss mit Facebook und Schluss mit Amazon. Also hat er sich auf die Suche gemacht nach dem Löschknopf. Der ist bei Facebook gut versteckt. Und selbst, wenn man ihn gefunden hat, räumt das Unternehmen einem - freundlicherweise - erst noch ein bisschen Bedenkzeit ein. Das Konto wird zunächst nur für zwei Wochen deaktiviert. Meldet man sich in dieser Zeit versehentlich doch mal an, beginnt das Prozedere von vorne.

"Mein Facebook-Account war Anfang des Jahres sechs Jahre alt und ich dachte mir, ich möchte eigentlich nicht in 20 Jahren feststellen, dass Facebook über mich genug Daten hat, um mich bei meiner Krankenkasse zu verpetzen."
Martin Terber über die Gründe für seinen Facebook-Austritt

Amazon sieht gar nicht erst vor, dass Kunden ihr Profil dort löschen können. Einen Link dazu sucht man auf der Unternehmensseite vergebens. Immerhin können Kunden eine Mail schicken, wenn sie wirklich keine Lust mehr auf Amazon haben. Auch Skype, Vine und Spotify lassen ihre Mitglieder nur sehr ungerne wieder los und machen es möglichst schwer, sein Profil dort verschwinden zu lassen.

Service-Tipp

Die Seite justdelete.me sammelt Anleitungen für den Austritt aus sozialen Netzwerken und anderen Plattformen