Nach Snapchat führt auch Facebook Augmented-Reality-Werbung ein. Viele Unternehmen setzen mittlerweile auf die neue Technik, die das Potential hat, unseren Alltag, aber auch unsere Arbeitswelt grundlegend zu verändern. Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Konstantin Köhler erklärt, wo die digital erweiterte Realität schon angewendet wird, und was wir von ihr noch zu erwarten haben. 

Virtuell eine Sonnenbrille aufsetzen und schauen, ob sie einem steht. Passt? Prima! Klicken. Kaufen. Das ist in etwa das Prinzip einer Augmented-Reality-Technik, die Facebook jetzt vorgestellt hat und gerade als Werbeform testet.

Facebook testet Augmented Reality für Anzeigen

Viele kennen diesen Einsatz erweiterter Realität schon zum Beispiel von lustigen Snapchat-Filtern oder Spielen wie Pokémon Go. Vor allem die Werbebranche ist an der Technik interessiert - gerade im Bereich Mode oder Einrichtung passt sie sehr gut: Immer mehr Online-Shops bieten die Möglichkeit, quasi live im Netz Klamotten anzuprobieren oder ein interessantes Möbelstück mal eben virtuell durchs Wohnzimmer zu schieben. 

"Zurzeit tut sich viel auf dem Gebiet der Augmented Reality, sowohl im Verbraucher- als auch im Geschäftsbereich."
Konstantin Köhler, Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter

Aber nicht nur für den Handel eignet sich Augmented Reality. Auch die Industrie setzt sie ein: So wird etwa Monteuren einer Windkraftanlage über eine Brille angezeigt, welche Bauteile sie in welcher Reihenfolge auseinander bauen sollen, berichtet unser Netzreporter Konstantin. 

Auch in der Medizin gibt es Einsatzmöglichkeiten: Konstantin beschreibt etwa einen Scanner, der Adern im Arm findet und diese dann virtuell auf die Haut projeziert, so dass die Behandelnden das Venenbild direkt auf dem Körper sehen.

Erweiterte Realität als Zukunftsmarkt

Derzeit werden in vielen Bereichen Augmented-Reality-Anwendungen getestet, sagt Konstantin. Und die großen Player ziehen mit. Die Bank of America Merrill Lynch hat in einem Bericht jetzt analysiert, dass Augmented Reality zum Beispiel Apple zusätzliche Einnahmen von acht Milliarden US-Dollar in den kommenden zwei Jahren bescheren könnte.

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