Die Agentur "Rent-A-Fan" vermietet Klatscher, Stimmungsmacher und manchmal sogar Trauergäste. Damit der Fake nicht auffällt, gibt es einen Teamleader, der genau weiß an welcher Stelle geklatscht werden muss.

Die Band spielt den Schlussakkord, die Menge tobt und jubelt und am Ende sind alle irgendwie erschöpft, aber glücklich. Im Idealfall das Ende eines gelungenen Konzerts. Aber was, wenn die Stimmungsmacher aus der ersten Reihe gekauft sind? Kein Problem, denn im besten Fall fliegt der Fake gar nicht auf. Und dass das auch so ist, dafür garantiert die Agentur Rent-A-Fan. Denn die gekauften Fans haben eine Schweigeklausel im Vertrag.

"Der Team-Leader, der jubelt an der richtigen Stelle, der klatscht an der richtigen Stelle, der pfeift an der richtigen Stelle. Die Teamleader, das sind Leute, wo wir wissen, dass die wirklich abgehen wie Schmitz’ Katze."
Klaus Bernhard, Chef von "Rent-A-Fan"

Von Firmenfest bis Trauerfeier

Aber nicht nur Konzerte werden von "Rent-A-Fan" beliefert. Auch die knipsenden, kreischenden Fans am Roten Teppich sind nicht immer, was sie scheinen. Und manchmal kaufen Firmen solche Fans, um ihren Mitarbeitern mal für einen Tag das Gefühl von Ruhm zu verschaffen. Selbst zu einer Beerdigung hat Rent-A-Fan schon Leute geschickt - damit die Presse nicht über zu geringe Anteilnahme schreibt.