Der Osterhase steht für Fruchtbarkeit. Aber nicht nur deshalb haben wir zu dem Flitzer eine emotionale Bindung. Doch seit Jahren gilt sein Vorbild, der Feldhase, als gefährdet. Die intensive Landwirtschaft und Zerschneidung der Landschaft setzen im arg zu.

Zweimal im Jahr wird in Deutschland geguckt, wie es dem Feldhasen geht. Der Bestand wird gezählt und mit dabei ist auch Johanna Arnold von der Wildforschungsstelle des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden Württemberg.

Seit Jahren niedriger Bestand

Sie drückt sich vorsichtig positiv aus: "den Umständen entsprechend gut" ginge es dem Hasen. Das heißt, gemäß der Lebensraumkapazität haben sich die Bestände auf einem niedrigeren Niveau als vor mehreren Jahrzehnten "eingependelt". Aber die Bestände sind stabil, sagt Johanna Arnold.

"Grundsätzlich geht es dem Feldhase in Deutschland nicht so schlecht – den Umständen entsprechend gut."
Johanna Arnold von der Wildforschungsstelle des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden Württemberg

Seit den 1960er Jahren sind die Feldhasen-Bestände stark zurückgegangen. "Wir haben aber derzeit keinen Hinweis darauf, dass der Feldhase aussterben könnte." Aktuell werde eine mittlere Bestandsdichte von 12 Hasen pro hundert Hektar Offenlandfläche gezählt – was ungefähr 150 Fußballfeldern entspricht.

Nahrungsangebot für Feldhasen wird einseitiger

Allerdings ist der Status "gefährdet" für den Feldhasen auf der Roten Liste von 2009 immer noch gültig, sagt Johanna Arnold. Damit sich die Feldhasenbestände positiv entwickeln, brauchen die Tiere zwei Dinge:

  • Äsung (Futteraufnahme)
  • Rückzugsflächen

Siedlungen, Straßenbau und Landwirtschaft schränken diese zwei Bedürfnisse des Hasen ein.

Feldhasen müssen sich beispielsweise vor ihren Fressfeinden wie dem Rotfuchs verstecken und vor ungünstigen Witterungsbedingungen schützen können. Dafür braucht der Hase zum Beispiel Hecken und hochgewachsene Wiesen.

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Der Feldhase ernährt sich von einer Vielzahl von Kräutern und Hülsenfrüchten, um die Nährstoffe aufnehmen zu können, die für seine Gesundheit wichtig sind, erklärt Johanna Arnold. Dabei ist vor allem die Diversität des Futterangebots und nicht die Menge wichtig.