Fette sind grundsätzlich ungiftig – aber manche sind eher ungesund. Wir haben uns die verschiedenen Fettarten genauer angesehen – auch das Kokosöl.

Butter und Schmalz, Olivenöl und Kokosfett: Jedes dieser Lebensmittel wird mal verteufelt – als gesundheitsgefährdend – um dann wieder als geschmacksveredelnd oder ökologisch wertvoll wieder hervorgeholt zu werden.

Unser Reporter Pascal Fischer wollte sich nochmal grundlegend Klarheit verschaffen über die Beschaffenheit verschiedener Fette:

Gesättigte Fette sind:

  • langkettige, gesättigte Fettsäuren
  • sie sind meistens tierisch – zum Beispiel Butter
  • ansonsten enthalten in: Palmöl, Palmkernöl, Kokosöl

Ungesättigte Fette sind:

  • komplexeren Fettsäuren
  • Omega-6- oder Omega-3-Fettsäuren
  • sie sind eher in pflanzlichen Fetten enthalten 
  • einige davon sind essentiell – können vom Körper nicht produziert werden. Sie wirken unter anderem entzündungshemmend

Gesättigte Fette sind eher ungesund

Gesättigte Fette sind nicht grundsätzlich giftig, trotzdem sollten sie in Maßen gegessen werden. Anderenfalls steigt das Herzinfarktrisiko. Das sagt auch Stefan Lorkowski. Er ist Ernährungsforscher an der Uni Jena.

"Wenn Sie sich morgens Kokosfett in den Kaffee zu schütten, dann ist das für den Normalsterblichen nicht gesundheitsfördernd. Zumindest stirbt man nicht gleich."
Stefan Lorkowski, Ernährungsforscher an der Uni Jena

Bei Kokosöl heißt es in Öko-Kreisen neuerdings: Da wären mittellange Fettsäuren drin und die sind gesund. Das lässt sich allerdings in Studien nicht nachweisen. Durchschnittliches Kokosöl enthält ganz überwiegend raffinierte, hoch verarbeitete Fette. Die sind nicht zu empfehlen.

Pascal empfiehlt, andere pflanzliche, überwiegend ungesättigte Öle vorzuziehen. Sie enthalten noch Vitamine – beispielsweise natives Olivenöl. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungskunde hat zehn einfache Regeln aufgestellt - für Fette die fünfte Regel lesen.

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