Millionen haben seine Musik gehört, aber die wenigsten kennen seinen Namen. Steffen Thum ging fürs Auslandsstudium in die USA und wurde Filmkomponist in Hollywood. 

Wer an Mission Impossible denkt, der hat sofort die Titelmusik im Ohr. Die ratternden und pulsierenden Bongos, die immer wiederkehren. Und die spannungsgeladene Melodie, die klingt wie eine brennende Zündschnur. 

Für Fallout, den neuen Film der Mission-Impossible-Reihe, hat unter anderem Filmkomponist Steffen Thum der altbekannten Melodie eine frische Note verliehen. 

"Das nächste Traumprojekt wird einfach das, wo ich merke, okay, da hab ich jetzt die beste Musik geschrieben, die ich bisher hingekriegt habe."
Steffen Thum, Filmkomponist
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Der 30-jährige Steffen Thum kommt aus einer schwäbischen Kleinstadt am Bodensee. Schon früh faszinierten ihn Kinofilmen: Indiana Jones, Star Wars und Steven-Spielberg-Filme zählten zu seinen Lieblingsfilmen. Und auch die Soundtracks begeisterten ihn. Nach der Schule studierte er erst mal Musikdesign, an einer Hochschule unweit seiner Heimatstadt. Danach ging er für zwei Auslandssemester in die USA  - an eine Hochschule in der Nähe von Los Angeles.

"Einer meiner Professoren hat mich wahrscheinlich weiterempfohlen, weil er gesehen hat, okay, der Kerl steckt Arbeit in die Musik rein und kann einer größeren Arbeitslast standhalten."
Steffen Thum, Filmkomponist

In seinem zweiten Semester dort empfiehlt ihn einer seiner Professoren für einen Job in einer Produktionsfirma für Filmmusik weiter. Remote Control Productions heißt die Firma und sie gehört Hans Zimmer, einem der bekanntesten Filmkomponisten überhaupt. Der hat Musik für Filme wie "Der König der Löwen", "Gladiator" und "The Dark Knight", geschrieben. 

"Man sitzt eigentlich die ganze Zeit nur am Computer von früh bis spät. Es ist eigentlich der klassische Schreibtisch-Job, den ich nie haben wollte."
Steffen Thum, Filmkomponist
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In Hans Zimmers Produktionsfirma wird Steffen der neue Assistent des Komponisten Lorne Balfe, der 2008 einen Grammy für den Soundtrack von "The Dark Knight" erhalten hat." In seinem neuen Job ackert er anfangs 80 bis 100 Stunden pro Woche. Abends ausgehen, am Wochenende abhängen - das ist erst mal nicht drin. "Da muss man sich einfach darüber im Klaren sein, dass das mit dazugehört."

Schwäbische Spezialitäten sind eine Rarität

Zwischendurch überlegt er auch mal, ob er in die Heimat zurückgehen soll, weil es harte Arbeit ist, in Hollywood zu bestehen. In den vier Jahren, in denen er nun dort ist, hat sich sein Arbeitspensum etwas eingependelt. 

Auch das schwäbische Essen vermisst er. Maultaschen sind eine Rarität in Hollywood, genauso Kässpätzle. Beim letzen Besuch in seiner Heimat hat er sich eine Reibe besorgt, die speziell für die Spätzleherstellung dient. 

"Ich hab mir das letzte Mal, als ich daheim war, eine Kässpätzlereibe mitgenommen und hab jetzt mal vor ner Woche das erste Mal Kässpätzle hier in L.A. gemacht."
Steffen Thum, Filmkomponist

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