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Eigentlich lief finanziell alles okay, aber dann kam Corona und das Geld wurde plötzlich knapp? In der Ab 21 sprechen wir über unsere Schulden.

Schon im Pandemie-Winter hatte Student Jay mit seinen Finanzen zu kämpfen. Damals hatte er bereits 2000 Euro schulden angehäuft - wegen Corona. Denn der Lockdown sorgte dafür, dass er durch seine Nebenjobs nicht mehr so viel beiseitelegen konnte.

Schulden durch Corona

Ganz schön nervig. Im Gespräch erzählt er uns, was sich finanziell seither bei ihm getan hat und was er von den Überbrückungshilfen des Staats hält.

"Das Ersparte war natürlich auch weg und es gab keine Hilfe seitens des Staates."
Jay, hatte wärend der Pandemie einen Schuldenberg angehäuft

Von einer Geldleihe zur nächsten springen, stellt sich für viele schon wenig später als keine gute Idee heraus. Die Schulden- und Insolvenzberaterin Maike Cohrs erklärt uns, wie wir letztlich doch aus der Schuldenspirale herauskommen und noch wichtiger: wie wir es bereits vorab schaffen, unsere Finanzen besser im Blick zu behalten. Ein Tipp: Haushaltsapps führen.

"In Haushaltsapps kann ich sehen, für was ich wie viel Geld ausgegeben habe und wie viel im Monat reingekommen ist."
Maike Cohrs, Schulden und Insolvenzberaterin findet Haushaltsapps gut

Fortführendes und Wissenswertes

  • Knapp sieben Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet. Die ZDF-Doku "37°" zeigt, welche Schicksale hinter den nackten Zahlen stehen.
  • Bereits im November 2020 zeigte eine Studie, dass jede:r zehnte Deutsche seine Rechnungen nicht mehr dauerhaft zahlen kann. Die Gründe für die Schulden sind laut der Untersuchung vielfältig: von "Arbeitslosigkeit und gescheiterter Selbstständigkeit über die Trennung vom Partner bis hin zur unwirtschaftlichen Haushaltsführung. Aber auch die steigenden Wohnkosten können ursächlich dafür sein, dass nachhaltige Zahlungsschwierigkeiten auftreten."
  • Wenn mit dem Lockdown die Kunden wegbrechen: Laut Schuldenberatern geraten durch die Pandemie immer mehr Geringverdiener und Soloselbstständige in die Schuldenspirale. "Ein Laie ist im Augenblick komplett überfordert", so die Schuldnerberaterin Nadia Fiedle.
  • Gut zu wissen: Schuldenberatung kann man auch kostenlos bekommen. Denn manche Beratungsstellen sind gemeinnützig und staatlich gefördert. Ansprechpartner können beispielsweise die Volkssolidarität, das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk oder die Caritas sein. Tipp: Am besten telefonisch oder online vorab einen Termin holen, da die Nachfrage hoch und die Wartezeiten sehr lang sein können.
  • Weil die Schuldenbremse 2020 und 2021 ausgesetzt wurde, steht die nächste Bundesregierung vor einem Schuldenberg und muss gleichzeitig wichtige Aufgaben wie Klimaschutz und digitale Infrastruktur schultern, die den Staat viel Geld kosten werden.

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