Es gibt Menschen, die nicht einmal bei Plus-Graden joggen. Andere flitzen bei minus zehn Grad durch den Park. Einer davon ist DRadio-Wissen-Reporter Pascal Fischer. Trotzdem fragt er sich manchmal, wenn ihm das Lächeln im Gesicht gefriert: Ist das überhaupt gesund?

Joggen ist gesund. Zu jeder Jahreszeit. Auch bei tiefen Temperaturen. Thomas Wessinghage, ärztlicher Direktor der Klinik Medical Care im Tegernseer Tal, sagt dazu: "Wintersport ist wichtig. Wir können nicht drei Monate Pause machen. Was wäre dann mit unseren Weihnachtspfunden, die wir wieder loswerden wollen?"

Ausdauer im Winter

Allerdings sollten wir im Winter lieber Ausdauersportarten machen: Joggen, Nordic Walking oder auch Langlauf. Wer sich schnell auspowern will, sollte in die Halle oder ins Fitnessstudio gehen - zum Beispiel zum Sprinten oder Spinning. Muskulatur braucht Wärme, und die müssen wir im Winter draußen allmählich aufbauen. Dabei hilft die passende Kleidung - am besten im Zwiebelprinzip, empfiehlt Thomas Wessinghage. "Innen eine schweißleitende Schicht, dann eine Mittelschicht aus Fleece und außen etwas Wasserdichtes, Regenabweisendes."

Mundschutz? Geht auch ohne!

Eine Mundschutz brauchen wir in unseren Breitengraden nicht zum Joggen, sagt Thomas Wessinghage. Unsere Schleimhäute halten Viren und Bakterien ab. Wenn es sehr sehr kalt ist, funktioniert das nicht mehr. Es reicht aber, vor und nach dem Laufen ordentlich zu trinken, das unterstützt die Schleimhäute.

"Ich erinnere mich an einen Aufenthalt in Kanada, wo mir gesagt wurde, dass es nicht günstig sei, bei minus vierzig Grad zu joggen. Das habe ich dann sofort ausprobiert und passiert ist: nichts!"
Thomas Wessinghage, ärztlicher Direktor der Klinik Medical Care im Tegernseer Tal

Ein letzter Tipp:

Nach dem Joggen direkt das verschwitzte T-Shirt gegen ein trockenes tauschen.