Beim Fitnesstrend Crawling krabbelt man auf allen Vieren über den Boden. Dem einen macht es Spaß, der anderen nicht. Wer es machen möchte, sollte aber auf jeden Fall ein paar Dinge beachten.

In den USA geht gerade ein Work-out ziemlich steil, das so einiges verspricht: straffer Po, stramme Beine, durchtrainierter Oberkörper. Trends kommen ja ziemlich häufig aus den USA zu uns. Es sei aber angemerkt: Zum Beispiel in China wird die Krabbeln-auf-allen-Vieren-Methode schon seit vielen Jahren praktiziert.

"Lernen wir die Grundbewegungen noch mal neu, klappen auch die komplexeren besser."
Ingo Froböse, Sportwissenschaftler, Deutsche Sporthochschule Köln

Die Grundbewegung beim "Crawling" ist ähnlich dem Babykrabbeln. Der linke Arm und das rechte Bein gehen nach vorne, dann folgen rechter Arm und linkes Bein. Damit der Körper etwas angespannt ist, müssen die Knie in der Luft sein. Es gibt aber auch Varianten mit Knien auf dem Boden. Hier wird immerhin der Kopf hochgehalten, der Blick richtet sich also nach vorn, nicht auf den Boden.

Sportwissenschaftler Ingo Froböse sieht im Crawling einen echten Nutzen, denn: Die Grundbewegungsformen, also die des Krabbelns, stellen die Basis dar für viele höhere, komplexere Bewegungen. "Lernen wir die noch mal neu, klappen die anderen auch wieder besser."

Erwachsene sind nicht wie Babys

Wer es mal ausprobieren möchte: Auf Youtube gibt es diverse Tutorials. Aber: Da wird unter anderem empfohlen, dass die Lendenwirbel durchhängen sollen. Ingo Froböse sagt: falsch. "Wir Erwachsene sind nicht mehr Babys. Beim Krabbeln brauchen wir eine Gesamtkörperspannung. Also: Hintern anspannen. Wirbelsäule anspannen."

DRadio-Wissen-Reporter Martin Schütz hat das Crawling ausprobiert. Er findet, das ist eine nette Abwechslung zu dem, was man sonst so macht. "Ich kann mir aber nicht vorstellen, zwei Mal pro Woche als mein Work-out über den Boden zu krabbeln."