Flugzeuge sind schmutzig. Und auch wenn sie noch nicht zu den großen Umweltverpestern gehören, sollen sie in Zukunft klimafreundlicher unterwegs sein. Das ist keine einfache Aufgabe.

Im kanadischen Montreal trifft sich die UN-Luftfahrtorganisation. Ihr Ziel: Die Reduzierung von Flugzeugabgasen auf der ganzen Welt. Verhandelt wird darüber schon lange, zum Beispiel beim Pariser Klimaschutzabkommen. Wer sich durch die Pariser Dokumente blättert, erkennt aber schnell: Schifffahrt und internationale Luftfahrt spielen darin überhaupt keine Rolle.

"In der Schifffahrt und der Luftfahrt konnte man sich noch auf keine Regelung einigen."
Georg Ehring, Umweltredaktion Deutschlandradio

Das Problem ist, dass die Emissionen von Flugzeugen, die zwischen Amerika, Europa, Asien und einzelnen Staaten unterwegs sind, sich keiner bestimmten Nation zuordnen lassen. So ist es nicht möglich zu sagen: Deutschland reduziert um 10 Prozent, die USA reduzieren um 15 Prozent und so weiter. Geht nicht. Es bräuchte Sonderregelungen.

Gar nicht so extrem schlimm

Eigentlich ist es eine Binsenweisheit: Fliegen ist so ziemlich das schlechteste, was wir dem Klima antun können. Aber Georg Ehring aus unserer Umweltredaktion erklärt: "Die Abgase aus der Luftfahrt machen immer noch einen relativ kleinen Teil der weltweiten Emissionen aus." Lediglich 2 Prozent der weltweiten Abgase werden durch den Luftverkehr verursacht" - auch wenn sie in solch großer Höhe wahrscheinlich klimaschädlicher seien, als die am Boden.

"Kaum ein Mensch fliegt. Der weitaus größte Teil der Menschheit wird nie ein Flugzeug besteigen. Fliegen ist eine Angelegenheit einer Minderheit, die das allerdings exzessiv nutzt."
Georg Ehring, Umweltredaktion Deutschlandradio

Trotzdem sind die Abgase von Flugzeugen ein Problem, denn sie wachsen extrem schnell an. Um die 5 Prozent pro Jahr wachsen sie, mehr als fast jeder andere Industriezweig. Der Plan in Montreal ist es nun, dass das Wachstum der Luftfahrt ab dem Jahr 2020 neutral fürs Klima erfolgen soll. "Die Möglichkeiten, ein Flugzeug effizienter zu machen, sind relativ begrenzt", sagt Georg Ehring, "deshalb soll das über Emissionshandel laufen." Simpel gesagt: Energiesparlampen statt klimafreundlicher Flugzeuge.