Alexa soll einfacher werden - dank des Follow-up-Modus. Ihr spart euch einige "Hey, Alexa", indem der Sprachassistent euch fünf Sekunden länger zuhört. Das neue Feature ist in den USA schon freigeschaltet und wird vermutlich bald auch für die deutsche Version nutzbar sein. Bei unserem Kollegen Michael Gessat steht Alexa im Wohnzimmer.

Ob ihr den "Follow-Up-Modus" ein- oder ausschalten wollt, stellt Amazon euch frei. Entscheidet ihr euch dafür, müsst ihr einen zweiten Befehl nach dem ersten nicht wieder mit "Hey, Alexa" starten. 

Ihr spart euch einige "Hey, Alexa!"

Die Box bleibt einfach ein paar Sekunden länger an, was durch den blauen Lichtring angezeigt wird. Alexa wartet also fünf Sekunden nach einem Befehl oder der letzten Frage, ob da noch was kommt.

"Die Dinger sind immer noch zu blöd, um richtige Mehrfachkommandos und das Wörtchen 'und' zu verstehen."
Michael Gessat. Deutschlandfunk Nova

Das löst allerdings nicht das Problem, dass Alexa bislang nicht mit Mehrfachkommandos klarkommt. Zum Beispiel "Wie ist das Wetter und was läuft heute Abend im Kino?", kann die Box nicht verstehen. Dafür müsst ihr dann das "und" rauslassen und zwei Fragen formulieren: "Wie ist das Wetter? - Was läuft heute Abend im Kino?" Der Vorteil aber: Ihr müsst die Box nach dem ersten Kommando nicht noch mal mit Alexa ansprechen.

Trotzdem soll Alexa nicht permanent mithören

Dennoch: Für ein längeres, tieferes Gespräch dürfen eure Denkpausen nicht zu lange werden, denn länger als fünf Sekunden hört Alexa nicht zu. Die verlängerte Aufmerksamkeitsspanne bedeutet also nicht, dass Amazons Sprachassistentin auf Dauerlauschen eingestellt ist. 

"Das jeweilige Aufweck-Codewort ist das einzige, was die interne Spracherkennung in der Box quasi auch offline versteht."
Michael Gessat. Deutschlandfunk Nova

Einerseits muss Alexa lauschen, denn alle Sprachassistenten funktionieren so, dass sie auf ein bestimmtes Aufweck-Codewort warten. Dieses Codewort ist aber das einzige, das die interne Spracherkennung in den Boxen auch ohne Aktivierung versteht. Erst wenn die Box oder auch die Smartphone-App mit dem Codewort aufgeweckt wird, schickt sie das Audio über das Netz an einen Spracherkennungs-Server. Dort trifft das Kommando dann erst auf die Intelligenz des Systems. Die Box selbst ist eher dumm.

Und einfach so loslachen darf Alexa auch nicht mehr. Kunden hatten sich über unvermitteltes Lachen des Sprachassistenten gewundert. Amazon erklärte dazu, dass die Software fälschlicherweise den englischen Befehl "Alexa, laugh" herausgehört hat. Mit einem Update hat Amazon das plötzliche Lachen gefixt: Alexa springt nur noch bei der Frage an, "Alexa, can you laugh?". Und selbst dann lacht der Sprachassistent nicht einfach los, sondern antwortet: "Natürlich kann ich lachen."

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