Der Fotograf Daniel van Moll war mittendrin im Ebolagebiet: in Liberia und Monrovia. Er hat Behandlungszentren besucht, war bei Bestattungen von Ebolatoten dabei und hat Menschen getroffen, die die Krankheit überlebt haben.

Auf seinen Fotos hat Daniel van Moll all diese Dinge dokumentiert. Er stand auf seiner Reise unter permanenter Anspannung, erzählt er. Ebola sei die ganze Zeit präsent gewesen - aber überhaupt nicht greifbar. Überall stehen zum Beispiel Eimer mit Chlor herum. Er selbst hat darauf geachtet, sich nicht ins Gesicht zu fassen.

Die unsichtbare Gefahr

Für ihn fassbar sei die Krankheit erst geworden, als er erfahren habe, dass einer der Mediziner, der ihn in einem Krankenhaus herumgeführt hat, selbst daran gestorben sei. "Da hat Ebola plötzlich ein Gesicht bekommen."

"Die Ansteckungsgefahr war für mich relativ gering. Die Gefahr ist trotzdem da - unsichtbar."
Daniel van Moll

Vor seiner Reise hat sich Daniel van Moll mit allen möglichen Schutzklamotten eingedeckt: Handschuhe, Gummistiefel etc.. Er selbst hat die Sachen dann aber kaum getragen. "Handschuhe geben ein falsches Gefühl der Sicherheit." Nur einmal habe er einen kompletten Schutzanzug getragen: Als er mit den Bestattern mitgefahren ist, die die Toten aus Hütten geholt haben.