Die Stadt Berlin sucht Müllwerkerinnen. Stephanie Khiari ist so eine und arbeitet bei der Müllabfuhr Frankfurt. "Früher war das Mal ein klassischer Männerberuf", sagt sie. Heute nicht mehr. Anfangs hat sie ihre Kollegen noch davon überzeugen müssen, dass sie genauso anpacken kann. Die hatten Angst, sie müssten Khiaris Arbeit mit erledigen.

Bei der Müllabfuhr zu arbeiten, ist für Stephanie Khiari ganz normal. Vielleicht war das früher Mal ein klassischer Männerberuf, sagt sie. "Aber heute sind die Frauen so emanzipiert, dass die auch in diesem Beruf arbeiten können."

Bei der Müllabfuhr arbeiten kaum Frauen

Nur ihre männlichen Kollegen bei der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH waren erst einmal nicht davon begeistert, eine Frauen im Team zu haben. "Männer sind ja immer voreingenommen, bis sie einen richtig kennenlernen", erzählt Stephanie Khiari. Ihre Kollegen hatten Sorge, dass sie Stephanie Khiaris Arbeit miterledigen müssten.

"Die Bedenken waren, dass man nicht so anpacken kann wie ein Mann und vielleicht die Arbeit von einer Frau mitmachen muss."
Stephanie Khiari, Müllabfuhr Frankfurt

Aber Stephanie Khiari hat ihre Kollegen vom Gegenteil überzeugt. 

Die Kunden wiederum seien total begeistert: "Die freuen sich, mich zu sehen und sind fasziniert", so Stephanie Khiari. Vor allem Leute, die selten Müllwerkerinnen sehen, würden ihr sagen, dass sie das toll fänden.

"Die Kunden sind fasziniert, dass eine Frau diesen Job macht. Für mich ist das Alltag. Ich sehe darin nichts Besonderes."
Stephanie Khiari

Und Stephanie Khiari hat nicht nur begeisterte Kunden, sie macht ihren Job auch noch gerne - auch weil es ein extrem wichtiger Beruf ist. "Wenn wir den Job nicht machen würden, wie würde es dann in der Stadt aussehen?", fragt Stephanie Khiari.

Bei ihrer Arbeit fährt sie den Müllwagen, sie ist aber auch beim Entleeren der Mülltonnen dabei. Sie sei sogar lieber draußen dabei, weil sie dann in Bewegung ist. Außerdem hätten die Müllwagen-Fahrer mehr Stress mit Verkehr und Sicherheit, sagt Stephanie Khiari. "Als Fahrer hat man viel mehr Verantwortung."