Im Wasser war es deutlich wärmer als draußen: Im Sonnenbad in Karlsruhe haben 100 Schwimmer am 17. Februar die Freibadsaison eröffnet. Angrillen im Februar kann ja jeder - Anbaden nicht.

Erst klingelte der Wecker, dann sprangen die Schwimmer im Schlafanzug ins 27 Grad warme Wasser. Das Motto beim Anschwimmen: "Erwachen aus dem Winterschlaf".

Seit 30 Jahren baden die Karlsruher immer am 17. Februar im Sonnenbad an - bei jeder Temperatur. Dagegen ist das Wasser immer auf 27 Grad erwärmt. Die Kosten dafür tragen die Mitglieder des Freundeskreis Sonnenbad durch ihre Beitragszahlungen und die Stadt Karlsruhe.

"Für die Karlsruher ist es ein lieb gewonnenes Kind und es erzeugt eine hohe mediale Aufmerksamkeit."
Oliver Sternagel, Chef der Karlsruher Bäderbetriebe über das Anschwimmen am 17. Februar

Per Fernwärme aus dem nahe gelegenen Heizkraftwerk wird das Wasser erwärmt. Das Heizkraftwerk ist übrigens auch der Grund, weshalb das Schwimmbad überhaupt gebaut wurde: Vor 50 Jahren wollte die Stadt Karlsruhe einfach überschüssige Energie loswerden, die das Heizkraftwerk produzierte. Bis in die 70er Jahre war die Energie für das Schwimmbad kostenlos.

Nur im Dezember und Januar geschlossen

Das ist mittlerweile zwar anders, trotzdem ist das Bad auch weiterhin zwischen dem 17. Februar und dem ersten Advent geöffnet. Nur im Dezember und Januar ist es geschlossen - in den besonders kalten Monaten wären die Heizkosten zu hoch. Außerdem finden dann Wartungsarbeiten statt.

"Gastronomie ist auf: Bockwurst, Pommes, Kaffee, Kuchen, alles da!"
Oliver Sternagel, Chef der Karlsruher Bäderbetriebe

Nach dem Springen in die frisch überholten Becken gab es für die 100 Schwimmer und 50 Zuschauer Schwimmbad-Krapfen. Wer die nicht mochte, konnte Pommes, Bockwurst oder Kuchen aus dem Schwimmbadrestaurant essen. Auch das hat heute eröffnet.