Die Geschichte klingt bekannt für Fans des Weltempfängers: in ferne Länder aufbrechen und das nicht an Bord eines Flugzeugs, sondern auf dem Fahrradsattel. Trotzdem liegt die Sache bei Max und Nono ein bisschen anders.

Wir hatten einige von ihnen im Programm: Menschen, die sich mit dem Fahrrad auf den Weg in die Welt machen. Manche haben Wüsten durchquert, andere haben Berge bezwungen.

Aber die Geschichte von Max und Nono ist etwas anders. Ihr Weg führte sie von Berlin nach China - und das Kuriose fängt schon damit an, dass sie Fahrradfahren eigentlich doof finden. Das war vor ihrem Trip so - und das hat sich auch 15.000 Kilometer später nicht geändert.

"Wir sind überhaupt keine Fahrradfahrer."
Max und Nono radelten für den guten Zweck nach China

Es wird also schnell klar: Bei Max und Nono ging es um mehr als um die sportliche Herausforderung.

Ein kurzer Blick zurück: Die beiden sind gerade mit dem Studium fertig, haben Großes vor, aber wenig Geld. Ihr Plan: Eine verrückte Idee muss her, um für möglichst viel Aufmerksamkeit zu sorgen.

Die Idee war anfangs nur ein Scherz

Irgendwann gucken sie eine Dokumentation über einen gewöhnlichen Typen, der mit dem Fahrrad von Oregon nach Patagonien gefahren ist. Sie sind hin und weg und scherzen zunächst, dass sie doch etwas Ähnliches machen könnten.

Die Idee lässt sie nicht mehr los, und ein paar Wochen später geben sie sich die Hand drauf - ihr Trip ist beschlossene Sache. Ihr Plan: Möglichst viel Geld für einen guten Zweck sammeln. In ihrem Fall für eine Schule in Guatemala.

Das Projekt liegt Max und Nono am Herzen, weil sie das Land bereist und dort Freiwilligenarbeit gemacht haben. 50.000 Euro wollen die beiden sammeln. Mit dem Geld verspricht eine Hilfsorganisation, eine Schule in dem südamerikanischen Land zu errichten.

"Ich habe in meinem Leben vielleicht 15 Mal gezeltet."
Max und Nono radelten für den guten Zweck nach China

Eine große Summe. Und darum haben sich die beiden vor Antritt ihrer Reise auch mehr damit beschäftigt, wie sie ihre Geschichte möglichst gut erzählen können, als ihrer Fitness auf die Sprünge zu helfen, sagen sie. Ganz gelegen kommt ihnen, dass sie Marketing studiert haben und daher zumindest in der Theorie wissen, wie es funktioniert, möglichst viele Leute von einer Idee zu überzeugen.

Statt Fitness-Training: Gute Geschichte erzählen

Neben ihren Uni- sind jetzt allerdings ihre Survivalskills gefragt: Das passende Rad muss her und Kleidung, die unterschiedlichsten Klimazonen gewachsen ist und nicht zu viel Platz in der Fahrradtasche einnimmt. Kurz vor Aufbruch dann die Generalprobe: ein Wochenendtrip durch Brandenburg. Dann geht es los.

Den "Weltempfänger" gibt es auch als Podcast: zum Download auf unserer Website, über die kostenlose App "Dlf Audiothek" und Plattformen wie Spotify oder iTunes.