Statt Bratwurst gibt es bei den Forest Green Rovers im Stadion Gemüse-Pies und Tofu süßsauer. Der Fußballverein ist seit 2010 vegan. Sogar der Rasen wird mit Seetang gedüngt. 

In der Nähe von Bristol - im Westen Englands - fahren die Hausmeister heute Elektroautos, der Rasen wird mit Seetang gedüngt und das Essen ist ausschließlich vegan. Für die Spieler genauso wie für die Fans. Die Forest Green Rovers sind ein veganer Fußballverein.

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"Wir machen veganes Essen für Menschen zugänglich und können so Vorurteile aus dem Weg räumen, dass Vegan öde ist oder nicht satt macht."
Köchin Em von den Forest Greens

Der Investor Dale Vince hat den englischen Fußballverein im Jahr 2010 vor der Pleite gerettet und komplett umgekrempelt. Dafür, dass hier alles vegan ist, wurde der Verein lange belächelt. Bis jetzt! Denn aktuell sind sie in die vierte Profiliga aufgestiegen - die englische "League Two". 

"Wir rennen ja keine offenen Türen ein, wenn wir sagen: Hey passt auf die Umwelt auf. Esst kein Fleisch. Schon über vegetarisches Essen zu sprechen, ist eine Herausforderung."

Profispieler müssen privat nicht vegan leben

Bei Spielen sitzen rund 3000 Fans auf der Tribüne, die ihrem Verein die Daumen drücken. Das vegane Essen kommt insgesamt ganz gut an. Über den Weg, den der Verein genommen hat, wird aber diskutiert. Denn mit Investor Dale Vince kam das Geld, der Medienrummel und jetzt die Profiliga.  

"Ich habe kein Problem damit, dass wir jetzt grün und vegan sind. Das Problem ist eher, dass wir aufsteigen, weil ein Mann sein Unternehmen und seine Ideale propagieren möchte."
Steven Bass, Fan der Forest Green Rovers

Diese Diskussionen interessieren die Spieler eher wenig. Während das neue, größere Stadion das grünste Fußballstadion der Welt wird, ganz ökologisch - fast komplett aus Holz - müssen die Profis nicht vegan leben. Christian Doidge mit der Nummer neun zum Beispiel isst weiterhin Fleisch und fährt ein spritfressendes Auto. Er sagt: "Ehrlich gesagt, sehe ich es als Fußballer als meine Aufgabe an, gut auf dem Feld zu sein."