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Die Europameisterschaft im Männerfußball steht bevor. Sogar Rudelgucken wird möglich sein – zumindest dort, wo es Kneipen und Gaststätten anbieten. Ein kleiner Überblick.

Wer EM-Spiele nicht allein, sondern draußen mit anderen gucken möchten, sollte nach entsprechenden Angeboten in der Gastronomie Ausschau halten. Biergärten, Restaurants, Cafés, Bars, Clubs und Kneipen dürfen Fernseher aufstellen. Es gelten die normalen Abstands- und Hygieneregeln für die Gastronomie in Abhängigkeit von der Sieben-Tage-Inzidenz. Die genaue Regelung von Publikumsveranstaltungen handhaben die Bundesländer unterschiedlich.

Bisher hat keine Stadt eine Fanzone angemeldet. Fanmeilen wird es also nicht geben.

"Nichts deutet daraufhin, dass es große Veranstaltungen zum Rudelgucken geben wird."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Momentan liegen viele Orte in Deutschland recht stabil unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35. In vielen Bundesländern ist beispielsweise in der Außengastronomie kein Testnachweis mehr nötig.

"Wenn es während des Spiels anfängt zu regnen, wird es wieder komplizierter – je nachdem welche Auflagen für Innenräume bestehen."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Das Infektionsrisiko gilt in Außenbereichen als relativ gering.

Problematisch könnte es dann werden, wenn es während des Spiels anfängt zu regnen und plötzlich alle rein wollen zum Weitergucken.

24 Uhr als Limit

Je nach Bundesland, Stadt oder Ort ist die Spieldauer und der relativ späte Anpfiff vieler Spiele um 21 Uhr eventuell ein Problem - das ist aber unabhängig von Corona. An manchen Orten wird diskutiert, dass ab 22 Uhr Ruhe herrschen muss.

  • In Köln ist beschlossen worden, dass die Spiele bis zum Ende gezeigt werden dürfen. Spätestens um Mitternacht muss allerdings Schluss sein.
  • Bonn hatte ursprünglich vorgesehen, dass die Fernseher wegen der Nachtruhe ab 22 Uhr ohne Ton laufen müssen. Nun gilt dort aber doch eine Ausnahmeregelung bis 24 Uhr.
  • Eine größere Ausnahme hat sich Stuttgart überlegt. Dort wird es am 15. Juni eine Open-Air-Veranstaltung im Römerkastell geben, wenn das deutsche Herrenteam das erste Mal spielt. Voraussetzung ist dort eine Anmeldung sowie ein Test, vollständige Impfung oder nachweislich eine überstandene Covid-19-Infektion.

Volle Stadien in Ungarn

In den elf Spielstädten in verschiedenen europäischen Ländern wird es wohl nicht richtig voll, sagt der Sportjournalist Sven Pistor. Stadiongäste wird es überall geben, allerdings mit unterschiedlichen Regeln und in unterschiedlicher Anzahl.

Das ganz Gespräch mit ihm könnt ihr hier hören:

Sven Pistor, Sportjournalist
"In Ungarn machen sie trotz Corona alles auf und wollen das Stadion komplett füllen."