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So manch einer dürfte schon sehnsüchtig die ersten Töpfe für das eigene Gemüse bereithalten. Der Frühling naht, doch für viele Sorten ist es trotzdem noch sehr früh. Mit einigen Tipps gelingt die Zucht zuhause trotzdem.

Mehr Zeit zuhause bedeutet auch: mehr Zeit für Projekte. Wie wäre es zum Beispiel mit Gemüse säen und ernten? Das Gute ist: Ein großer Garten ist dafür nicht zwingend notwendig. Denn gestartet wird beim Gärtnern erst einmal in den eignen vier Wänden.

"Jetzt ist die perfekte Zeit, um die ersten Gemüsesorten drinnen vorzuziehen - da eignet sich zum Beispiel Paprika oder Kopfsalat."
Matthis Dierkes, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Anfang März eignet sich hervorragend, um die verschiedene Gemüsesorten anzuzüchten. Dafür braucht es vor allem viel Licht - auf einer Fensterbank Richtung Süden zum Beispiel. Wichtig ist es außerdem, einen Platz auszusuchen, an dem es die Pflanzen warm haben und sie keine Zugluft abbekommen.

Paprika, Kopfsalat und Chilis sind beispielsweise eine gute Wahl um diese Jahreszeit. In den ersten Märztagen können dann auch schon Petersilie oder Mangold auf die Fensterbank. Tomaten am besten erst säen bzw. pflanzen, wenn es etwas verlässlicher warm und länger hell ist, also gegen Ende März, Anfang April.

Der feine Unterschied: Die richtigen Samen

Achtung ist beim Abfülldatum der Samen geboten: Länger als ein Jahr sollte es nicht her sein. Sonst doch lieber nochmal neue kaufen.

Außerdem braucht es ein Gefäß, in dem die Samen wachsen können. Dafür eignen sich kleine Gewächshäuser oder Presstöpfe aus dem Baumarkt. Ein Tipp: Wer noch alte Eierkartons oder Klorollen hat, kann auch die verwenden.

"Am besten funktioniert es mit extra Anzuchterde - die ist schön locker und leicht, damit die jungen Pflanzen mit ihren kleinen Wurzeln gut durchkommen."
Matthis Dierkes, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Neben guten Samen ist auch die passende Erde wichtig. Dafür gibt es spezielle Anzuchterde - die ist locker und leicht, damit die kleinen Wurzeln gut durchkommen. Außerdem enthält sie wenig Dünger. Das ist gut, denn das sorgt zwar dafür, dass die jungen Pflanzen wachsen, aber eben nicht zu schnell, erklärt Matthis Dierkes. Sonst muss ständig umgetopft werden.

Ab Ende Mai geht es an die frische Luft

Sobald die Anzucht steht, heißt es: gießen und beobachten. Gegen Mitte und Ende Mai müssen die Pflanzen dann an die frische Luft in die Sonne, sei es in den Blumenkasten, in ein Hochbeet oder in einen großen Topf auf den Balkon.

"Das Problem in der Wohnung ist, dass es zu wenig Licht gibt. Heranziehen funktioniert noch - aber für einen Kohlrabi wird es dann irgendwann schwierig."
Dorothée Wächter, Gartenexpertin

Nur in der Wohnung gärtnern wird eher schwer. Denn dafür gibt es zu wenig Licht, meint die Gartenexpertin Dorothée Wächter. Wer den Platz aber hat, kann es trotzdem mal ausprobieren - am besten dann am Fenster mit der meisten Sonne.