Hanna Ender wollte wissen, wie man eingreifen und anderen helfen kann - ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

In Berlin am Alexanderplatz erinnert eine Gedenktafel an Johnny K., der 2012 als 20-Jähriger zu Tode geprügelt worden war, weil er anderen helfen wollte. Am Alexanderplatz trifft Hanna Ender auch die zwei Streetworker Anna Biedermann und Ulf Kahle-Siegel, die in ihren Anti-Gewalt-Trainings zeigen, wie man helfen kann, ohne sich selber in Gefahr zu bringen.

"Freundlich bleiben. Also, auch wenn es eine Stresssituation ist und die sich krass beschimpfen, selber keine Schimpfworte benutzen! Nicht sagen 'Ey du Idiot, jetzt hör mal auf!'"
Anna Biedermann, Streetworkerin und Anti-Gewalt-Trainerin

Der erste Schritt ist immer, die Situation kurz zu scannen und zu überlegen: Kann ich hier überhaupt noch etwas ausrichten oder ist es schlauer, direkt Hilfe von außen zu holen. Wenn man sich entscheidet einzugreifen, sollte ganz besonders auf seine eigene Körpersprache achten, erklären die Streetworker. Dazu gehört zum Beispiel, die Hände oben zu halten, um zu zeigen, dass man selber keine Gewalt anwenden will.

Mehr Deeskalation im Netz:

  • Hilfe! | Chrismon.de hat sich von einem EX-Kriminalhauptkomissar Tipps geben lassen, wie man sich in brenzligen Situationen verhält.