Blau und ein bisschen orange – so sieht der 100-Franken-Schein aus. Bei den Schweizern ist die Hunderter Note besonders beliebt: 134 Millionen Stück waren davon im letzten Jahr im Umlauf. Viele dieser Scheine liegen nämlich nicht auf der Bank, sondern in der Sparbüchse. Denn: Die Schweizer vertrauen ihrem Bargeld und mit dem Hunderter können sie besonders gut sparen, sagt SRF-Wirtschaftsredakteur Klaus Ammann.

Das angesammelte Geld immer schön ins Sparschwein legen: Das machen noch genau 37 Prozent der Schweizer, also mehr als ein Drittel aller Haushalte. Denn: Mit einer Büchse voller Bargeld hinterlassen sie keine Spuren und der angesparte Betrag bleibt privat, erklärt Klaus Ammann.

"Offenbar sind da viele Hunderter in den Schweizer Spardosen."
Klaus Ammann, SRF-Wirtschaftsredakteur

Die 100-Franken-Note sehe der SRF-Wirtschaftsredakteur aber auch viel im Alltag. Die Schweizer sind sogar so gewöhnt daran, den blau-orangenen Schein zu benutzen, dass es nicht ungewöhnlich sei, auch kleine Beträge damit zu bezahlen – selbst eine Packung Kaugummi.

Ein neuer 100-Franken-Schein für mehr Sicherheit

Um die Hunderter Note noch fälschungssicherer zu machen, gibt es seit dem 12. September einen neuen 100-Franken-Schein: Am Aussehen hat sich nicht allzu viel verändert, aber es sind 15 Sicherheitsmerkmale hinzugekommen. Zum Beispiel ein Globus als Hologramm, dass sein Aussehen beim Bewegen des Scheins verändert. Klaus Ammann berichtet aber auch, dass es international immer weniger Kopien der Original-Frankenscheine gebe.

"Für Fälscher ist der Frankenraum zu klein und lohnt sich daher nicht."
Klaus Ammann, SRF-Wirtschaftsredakteur

Gab es Anfang der 2000er Jahre noch gefälschte Franken im Wert von einer Million pro Jahr, waren 2018 noch 250.000 falsche Franken im Umlauf. Der Grund: Für Fälscher ist der große Euroraum viel interessanter. Franken zu kopieren lohne sich heute nicht mehr, sagt der Wirtschaftsredakteur.

Auch Spardosen-Liebhaber bezahlen mehr mit Karte

Zwar bezahlen die Schweizer aktuell 70 Prozent aller Spontankäufe noch in bar, große Beträge werden aber von der EC-Karte abgebucht. Klaus Ammann meint, beim Bargeld gehe es um eine Generationenfrage und in Zukunft werden auch hier mehr Leute auf ihre Karte zurückgreifen.