Du bist zwischen 1977 und 1998 geboren? Dann gehörst du zur Generation Y - und hast viel zu hohe Ansprüche an das Leben. Das zumindest findet der Autor Tim Urban. Wir schauen, was an den Vorwürfen dran ist.

Warum eigentlich Generation Y? Der Grund ist ganz einfach: das Alphabet. Die Generation davor hieß Generation X die danach kommende heißt Generation Z. Tim Urban, ein US-amerikanischer Autor hat jetzt einen Artikel über die Generation Y geschrieben, in dem sie nicht so richtig gut wegkommt. (Hier gibt es den Artikel auf Deutsch)

"Das Leben ist eben keine Blumenwiese, schon gar nicht für die Generation Y. Die hält sich nämlich für etwas Besseres, ohne zu wissen, warum eigentlich. Und viel zu hohe Ansprüche hat sie auch."
Tim Urban

Schuld sind Oma und Opa und natürlich unsere Eltern

Schuld daran seien unsere Großeltern sein, sagt Tim Urban. Die hätten nämlich unseren Eltern immer gepredigt: Ihr sollt es mal besser haben als wir. Weil es unseren Eltern schon so gut ging, geht es uns eben noch besser. Daher auch der hohe Anspruch der Generation Y.

Nichts ist sicher - vor allem nicht für die Generation Y

Der Blogger Gunnar Sohn findet, das sei totaler Quatsch. Er zitiert den Soziologen Klaus Hurrelmann. Der sagt nämlich, die Generation Y sei geprägt von Terroranschlägen, Umweltkatastrophen und der Finanzkrise. Deshalb hätte sie gelernt, dass nichts mehr sicher ist, am allerwenigsten der Arbeitsplatz. Sie würde sich der Ausgangslage anpassen und die Ansprüche zur Not runterschrauben.

Allerdings hat sich Hurrelmann auch schon mal widersprochen: Er hat der Generation Y Egoismus vorgeworfen und dass sie sich nicht für Politik interessiert. Wenn sie dann doch mal für etwas auf die Straße geht, zum Beispiel für mehr Frieden, gebe es dafür nur einen Grund: Egoismus und das Ziel die politischen Themen den eigenen Bedürfnissen und Wünschen anzupassen.